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Der Pflegestützpunkt beschäftigt sich in einem Vortrag mit der Generation der Kriegskinder und den späten Folgen ihrer Erlebnisse

Der Pflegestützpunkt Landkreis Karlsruhe Standort Bretten lädt erwachsene Menschen, die als Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebt haben, dazu ein, bei einem Vortrag ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt steht unter anderem auch der Einfluss ihrer Erfahrungen auf ihr späteres Leben. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 10. Mai, um 17 Uhr in der Aula der Beruflichen Schulen Bretten statt und ist Teil der Reihe „Perspektiven des Älterwerdens“.

Sogenannte „Kriegskinder“, sprich Menschen, die zwischen 1934 und 1944 geboren wurden, haben ihre schweren Erlebnisse und die damit verbundenen Gefühle oft einsam in sich verborgen. Nach dem Kriegsende stand der Wiederaufbau Deutschlands im Vordergrund und benötigte alle Kräfte. Im höheren Alter und aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen in der Ukraine kehren bei vielen Menschen Erinnerungen an die Zeit ihrer Kriegskindheit zurück. Der Pflegestützpunkt will dabei helfen, diese Menschen zusammenzubringen.

Referentin Ulla Reyle vermittelt beim Vortrag „Die Generation der Kriegskinder damals und heute“ nicht nur Wissen, sondern gibt individuellen Erlebnissen Raum. Die Generation der Kriegskinder aus dem Zweiten Weltkrieg kann wichtige Erfahrungen weitergeben. Ulla Reyle ist Gerontologin, Supervisorin und Geistliche Begleiterin. Sie geht auf die verschiedenen Aspekte einer Kriegskindheit und deren spätere Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen sensibel ein. Ein besonderer Schwerpunkt des Vortrags liegt beim Thema Trauma und der Gefahr einer Retraumatisierung.

Die Veranstaltung richtet sich an bereits erwachsene Kriegskinder, aber auch an Angehörige, Ehrenamtliche oder professionell Pflegende, die diese Menschen vor dem Hintergrund ihrer Biografie besser verstehen möchten. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich. Die Platzzahl ist jedoch begrenzt. Am Veranstaltungstag gelten die an diesem Tag aktuellen Corona-Bestimmungen. Je nach Infektionsgeschehen ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht.

Für Anregungen, Fragen und Rückmeldungen steht der Pflegstützpunkt zur Verfügung per E-Mail an pflegestuetzpunkt.bretten@landratsamt-karlsruhe.de oder per Telefon unter 0721 936- 71230.

27.04.2022