Sprungziele
Seiteninhalt

Der Landkreis Karlsruhe eröffnet offiziell die Kreisfeuerwehrtage 2022

In einer Talkrunde sprachen die Gesprächsgäste über die Rolle der kommunalen Politik im Bevölkerungsschutz und die Verantwortung jedes Einzelnen

Zur Feuerwehr gehören nicht nur arbeitsreiche und mitunter lebensrettende Einsätze. Sie zeichnet sich auch aus durch Kameradschaft, Jugendarbeit und Hilfsbereitschaft. Sogar die Musik spielt eine große Rolle – wie die Spielmannzüge Leopoldshafen und Graben am Freitagabend gezeigt haben. Diese Vielfalt der Feuerwehren und ihre Bedeutung für die Gesellschaft wurden beim Empfang des Landkreises Karlsruhe deutlich. Mit der Veranstaltung, die am Freitag, 29. April, in der Stadthalle Ettlingen stattfand, eröffnete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel offiziell die Kreisfeuerwehrtage 2022. Mit dem Titel „Bevölkerungsschutz – wichtiger denn je“ setzte er schon vorab ein Zeichen. Denn die Feuerwehren spielten nicht zuletzt in den Krisen der vergangenen Jahre eine tragende Rolle.

Eine davon: die Corona-Pandemie. Sie war auch der Grund dafür, dass die Kreisfeuerwehrtage nicht wie geplant alle sieben Jahren und damit 2021 wieder stattfinden konnten, sondern ins Jahr 2022 verschoben werden mussten. Erstmals gibt es aus diesem Anlass anstatt nur über einige Tage verteilt über das gesamte Sommerhalbjahr im Landkreis eine Reihe von Veranstaltungen des Kreisfeuerwehrverbandes.
„Die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises können sich glücklich schätzen, solche Feuerwehren an ihrer Seite zu wissen“, betonte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel in seiner Begrüßungsrede am Freitag. Unter den Gästen waren Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, Rettungsdienste, Bundeswehr sowie der Kommunal- und Landespolitik. „Wie leistungsfähig unsere Feuerwehren sind, haben diese schon auf unterschiedlichste Art bewiesen: bei der Hochwasser-Katarstrophe im Juli 2021, während der Corona-Pandemie und jüngst mit ihrer Hilfe in der Ukraine-Krise. Das zeigt, wie wichtig du wertvoll der Dreiklang aus optimaler Ausstattung, hohem Ausbildungsgrad und motivierten Einsatzkräften ist“, sagte der Landrat.

Bei der Talkrunde, moderiert durch Jürgen Essig, ergänzte Eckhard Helms, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Karlsruhe, zudem, welchen Einfluss auch die Unterstützung der Familie sowie der Arbeitgeber in diesem Bereich hätten – besonders mit Blick auf das Ehrenamt. Neben ihm und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel nahmen auch Johannes Arnold, Oberbürgermeister der Stadt Ettlingen, und Susanne Rein, Zugführerin beim Hochwassereinsatz im Landkreis Trier-Saarburg, an dem Gespräch teil. Im Mittelpunkt standen unter anderem Reins Erlebnisse aus dem Einsatz im Katastrophengebiet und die Rolle, die Landkreise und Kommunen im Bevölkerungsschutz einnehmen. Bei einem Punkt waren sich alle Talk-Gäste einig: Bevölkerungsschutz beginnt bei der Eigenverantwortung, die jede Einwohnerin und jeder Einwohner für sich selbst übernehmen.

Dem Kreisfeuerwehrverband war es darüber hinaus ein Anliegen, den feierlichen Rahmen zu nutzen und jene zu ehren, die sich besonders für die Belange engagieren. Eckhard Helms übergab die Auszeichnungen gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Agathe Meinzer. Die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber erhielten Michael Hambsch, Landesbeauftragter des Technischen Hilfswerk Baden-Württemberg, der sich seit vielen Jahren verantwortlich im Führungsstab der Feuerwehren des Landkreises Karlsruhe engagiert, und Stefan Sebold, Leiter der Integrierten Leitstelle für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Bernhard Bösherz, bis zu seinem Ruhestand langjähriger Amtsleiter im Landratsamt Karlsruhe, wurde mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold ausgezeichnet. Unterkreisführer a.D. Michael Nees bekam das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber verliehen. Der Bürgermeister der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen Bernd Stober wurde für seine beispielhafte Unterstützung der Feuerwehr auch auf Kreisebene mit der Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille ausgezeichnet. Es war die höchste, an diesem Abend verliehene Auszeichnung.