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Kooperation und Vernetzung in der Pflege auf kommunaler Ebene

Zweite Kommunale Pflegekonferenz im Landkreis Karlsruhe fand sehr gute Resonanz

Mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erfreute sich die zweite Kommunale Pflegekonferenz im Landkreis Karlsruhe einer sehr guten Resonanz. Akteurinnen und Akteure von ambulanten und stationären Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen, Vertreterinnen und Vertreter der Kranken- und Pflegekassen sowie von Selbsthilfegruppen trafen sich am vergangenen Mittwoch in der Lußhardthalle in Hambrücken, um sich über die Herausforderungen in der Pflege angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft zu informieren und Bedarfe und Handlungsempfehlungen zu formulieren.

„Zusammen pflegt man weniger allein“, mit diesem Motto beschrieb Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Intention der Veranstaltung. Er machte deutlich, dass Kooperation und Vernetzung in der Pflege auf kommunaler Ebene ein wichtiger Faktor ist, gerade auch in Krisenzeiten. Die Koordinatorin der Pflegestützpunkte im Landkreis Karlsruhe Sabrina Menze stellte in ihrem Vortrag das Konzept und die weiteren Ziele der Pflegekonferenz vor. Clarissa Simon und Kai Käßhöfer, beides Mitglieder des Vorstandes des Pflegebündnis TechnologieRegion Karlsruhe hoben anschließend auf das drängende Thema des Fachkräftemangels an und zeigten Möglichkeiten für Impulse für die Fachkräftegewinnung auf. Babette Frank von der Agentur Tatendrang erläuterte Methoden zur Vernetzung und zeigte die wichtigsten Faktoren zum Gelingen von Kooperation auf. Prof. Dr. Thomas Klie, Rechtswissenschaftler und einer der führenden Sozialexperten Deutschlands, der der Konferenz Online zugeschaltet war, erweiterte das Thema „Pflege“ auf das gesamte Sorgenetzwerk im Sozialraum durch das Zusammenwirken von staatlichen, verbandlichen und zivilgesellschaftlichen Ressourcen. Sein Vortrag „Wie kann ein „Wir“ gelingen und wer gehört eigentlich dazu?“ hob auf die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens, der Pflege und Teilhabe ab und unterstrich die Bedeutung der Zivilgesellschaft in den aktuellen Transformationsprozessen. Der Altenhilfefachberater im Landratsamt Karlsruhe Robert Roßkopf, der die Veranstaltung moderierte lud anschließend zu vier Workshops zur Gestaltung der Kooperationsbeziehungen vor Ort, Chancen von Krisen, Netzwerkarbeit als Baustein zur Fachkräftegewinnung und zum Dialog zwischen Hausarztpraxis und Pflege¬einrichtungen. Daus Aufzeigen von praktischen Beispielen und Austausch von Erfahrung standen dabei jeweils im Vordergrund. Die Ergebnisse und Stimmen aus den Workshops sammelte Sozialdezernentin Margit Freund und gab Impulse für das weitere Vorgehen.

Ziel der kommunalen Pflegekonferenzen ist, quartiersnahe, leistungsfähige und wirtschaftlich sinnvolle Pflege- und Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln. Das zukunftsweisende Projekt wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg gefördert. Die nächste Veranstaltung ist für Winter 2022 geplant.