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Der "Arbeitskreis Trennung und Scheidung Bruchsal" veranstaltet einen Infotag

Zerbricht die Familie als Ganzes, verbleiben stets die Kinder als weiterhin bindendes Glied der Elternteile – denn Kinder lassen sich nicht scheiden. Diese Situation prägt und bestimmt das Leben der Eltern und oftmals auf lange Sicht die Entwicklung und das Wohlbefinden der Kinder. Um Wege für eine einvernehmliche Zukunft einer getrenntlebenden Familie sowie Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen, veranstaltet der „Arbeitskreis Trennung und Scheidung Bruchsal“ am Samstag, 23. Juli 2022, einen öffentlichen Infotag. Die Veranstaltung findet in der Handelslehranstalt Bruchsal, Stadtgrabenstraße 1, statt und richtet sich an von Trennung und Scheidung unmittelbar betroffene Eltern, mittelbar betroffene Verwandte, Freunde, oder Personen, denen beruflich Kinder anvertraut sind.

In Vorträgen und einem Film gibt es Informationen zu verschiedenen Schwerpunkten: Zum Beispiel steht die Frage im Mittelpunkt, wie Kinder und ihre Eltern eine Trennung erleben, es geht zudem um elterliche Sorge, Umgang, Wechselmodell, Patchworkfamilie, Umzug und Unterhalt. In einem Workshop können Interessierte das Lebensflussmodell als einen ressourcenorientierten Beratungsansatz kennenlernen.

An Infoständen stellen sich die im Arbeitskreis beteiligten Institutionen vor, darunter das Jugendamt im Landratsamt Karlsruhe, die Justiz, Mediatoren, Psychologische Beratungsstellen, sozialrechtliche Beratungsstellen, Rechtsanwälte sowie Verfahrensbeistände, und gehen gerne mit den Besucherinnen und Besuchern in den Austausch. Für Kinderbetreuung ist vor Ort gesorgt.

Der „Arbeitskreis Trennung und Scheidung“ wurde 1987 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Fachkräften aus sozialen Beratungsstellen, dem Jugendamt im Landratsamt Karlsruhe, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, Richterinnen und Richtern sowie Sachverständigen Verfahrensbeiständen. Zielsetzung ist der fachliche Austausch zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen, die in einem Trennungs- und Scheidungsverfahren beteiligt sind. Durch die Vernetzung ist ein hohes Maß an Wissen und Kompetenz für psychologische, pädagogische und juristische Vorgänge gewährleistet. Es werden unter anderem Fachtagungen für die interessierte Bevölkerung und themenbezogene Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher angeboten sowie Beratungsführer erstellt. So gibt es seit 2006 unter Beteiligung des Familiengerichts Bruchsal eine Arbeitsgruppe, deren Zielsetzung eine enge Vernetzung zwischen allen am Verfahren Beteiligten ist, um die Eltern in ihrer Verantwortung zu stärken und im Interesse der Kinder zeitnah eine einvernehmliche Lösung zu finden (Elternkonsens).