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Heinrich-Wetzlar-Haus als Chance für straffällig gewordene Jugendliche

Justizminister Guido Wolf MdL informiert sich über Neubauplanungen

Die Jugendeinrichtung Schloss Stutensee, die in diesem Jahr ihr 100. Jubiläum feiert, bietet vielfältige Leistungen zur Unterstützung von Jugendlichen. Ein in der ganzen Bundesrepublik anerkanntes Angebot ist die U-Haft-Vermeidung, die 1984 als einzigartiges Modellprojekt in Zusammenarbeit mit dem Justizministerium Baden-Württemberg eröffnet wurde. Guido Wolf MdL, Minister der Justiz und für Europa, war am Montag, 28. Januar, zu einer europapolitischen Diskussion in das Berufliche Bildungszentrum Ettlingen gekommen und nutzte seinen Aufenthalt im Landkreis Karlsruhe für einen Anschlussbesuch in der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee und dort insbesondere im Heinrich-Wetzlar-Haus (HWH). In diesem Gebäude, benannt nach dem Gründer der Einrichtung, bekommen jugendliche Straftäter zwischen 14 und 18 Jahren die Chance, durch intensive Förderung ihr Leben neu auszurichten.

„Aktuell können dort 14 junge Männer betreut werden. Im vergangenen Jahr lag die Auslastung bei 95% und die Nachfrage ist weiterhin hoch“, berichtete Geschäftsführer Jens Brandt. Gemeinsam mit dem Landkreis Karlsruhe als Träger steht die Einrichtung vor der Herausforderung, das Angebot neu zu konzipieren und nach fast 35-jähriger Nutzung ist auch das denkmalgeschützte Gebäude sanierungsbedürftig und aufgrund baurechtlicher Vorgaben nicht mehr geeignet, das Angebot mittelfristig dort zu betreiben. „Da weiterhin Bedarf an diesem besonderen Angebot besteht, haben wir das Gespräch mit dem Justizministerium gesucht, um gemeinsam eine Lösung zu finden“, skizzierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Situation. Er freute sich über den Besuch von Justizminister Guido Wolf MdL, um ihn direkt vor Ort über die Planungen eines Neubaus zu informieren.  

„Mit der engmaschigen pädagogische Betreuung der Jugendlichen im „Heinrich-Wetzlar-Haus“ wollen wir verhindern, dass Jugendliche weiter in die Kriminalität abgleiten. Ich werde mich dafür einsetzen, dass diese in Baden-Württemberg einzigartige Einrichtung zur Vermeidung von Untersuchungshaft auch in Zukunft fortbesteht“, so die Aussage von Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf.

Die beiden Landtagsabgeordneten Andrea Schwarz, Bündnis 90/Die Grünen, und Joachim Kößler, CDU, unterstützten den Minister in diesem Ansinnen. Auch die Oberbürgermeisterin von Stutensee, Petra Becker, war vor Ort, um die Verbundenheit der Stadt Stutensee zur Jugendeinrichtung zu zeigen.

Eine erste Schätzung geht von rund 6 Mio. Euro für einen Neubau auf dem Gelände der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee aus. Justizminister Guido Wolf MdL, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Geschäftsführer Jens Brandt vereinbarten, bzgl. der weiteren Schritte, die insbesondere die Finanzierung betreffen, in die konkrete Abstimmung zu gehen.

Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz, Bündnis 90/Die Grünen, Joachim Kößler, CDU, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Oberbürgermeisterin Petra Becker begleiteten den Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf MdL, bei dem Rundgang durch das Heinrich-Wetzlar-Haus, bei dem Geschäftsführer Jens Brandt und Bereichsleiterin Sabine Haid (von hinten zu sehen) die intensive Arbeit mit den Jugendlichen vorstellten.
Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz, Bündnis 90/Die Grünen, Joachim Kößler, CDU, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Oberbürgermeisterin Petra Becker begleiteten den Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf MdL, bei dem Rundgang durch das Heinrich-Wetzlar-Haus, bei dem Geschäftsführer Jens Brandt und Bereichsleiterin Sabine Haid (von hinten zu sehen) die intensive Arbeit mit den Jugendlichen vorstellten.