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Europapolitische Diskussion mit Jugendlichen des Beruflichen Bildungszentrums Ettlingen

Minister Guido Wolf von der europäischen Idee überzeugt

Die Flüchtlingskrise und der Brexit sind gegenwärtig die großen Themen, die auf europäischer Ebene diskutiert werden und die zeigen, dass die europäische Union als Solidargemeinschaft vor großen Herausforderungen steht. Einer, der mit der Materie bestens vertraut ist, war am vergangenen Montag auf Einladung von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel zu Gast am Beruflichen Bildungszentrum Ettlingen (BBZ). Guido Wolf MdL, Minister der Justiz und für Europa, stellte sich dort den Fragen von rund 70 Schülerinnen und Schülern der Beruflichen Gymnasien. „Angesichts der bevorstehenden Europawahl eine einzigartige Chance für die jungen Menschen, ihre Anliegen und Erwartungen in Bezug auf Europa heute direkt gegenüber politischen Entscheidungsträgern äußern zu können“, begrüßte der Landrat die Anwesenden, darunter auch der Ettlinger Oberbürgermeister Johannes Arnold, die Landtagsabgeordneten Christine Neumann-Martin (CDU), Barbara Saebel (Bündnis 90/Die Grünen) sowie den Betreuungsabgeordneten Jonas Weber (SPD). Den drei Schulleitern des BBZ, Claudia Märkt (Wilhelm-Röpke-Schule), Kerstin Hollwedel (Bertha-von-Suttner Schule) und Joachim Dambach (Albert-Einstein-Schule) dankte er für die Bereitschaft, die Veranstaltung durchführen zu können.

Minister Guido Wolf warb zunächst in einem Impulsvortrag für die europäische Idee, die wichtig sei, damit der seit über 70 Jahren herrschende Frieden weiterhin bewahrt werde. Die Möglichkeit, überall und jederzeit innerhalb der EU zu reisen, zu studieren oder sich eine Arbeit zu suchen, seien bedeutende Errungenschaften der Europäischen Union, die insbesondere für die Jugendlichen von großem Wert sind. Dies traf auf breite Zustimmung der Schülerinnen und Schüler, die davon berichteten, wie einfach es tatsächlich in der EU ist, sich frei zu bewegen und hinzugehen, wohin man möchte. Wie das dann künftig mit Großbritannien laufen werde, insbesondere wenn man dort studieren wolle, fragte ein Schüler. Aufgrund der noch ungeklärten Modalitäten des Brexit seien negative Auswirkungen nicht auszuschließen, erläuterte Minister Guido Wolf.

Neben dem Thema, welche Bedeutung Europa für die Jugendlichen hat, stieß auch der Bereich Bildung auf großes Interesse. Ob es europaweit identische Bildungssysteme geben werde und ob sich Deutschland und das Land Baden-Württemberg nicht überlegen wollen, sich an anderen Ländern zu orientieren, die in vergleichbaren Studien besser abschneiden, wurde gefragt. Voneinander lernen und dabei die eigenen Stärken und Schwächen berücksichtigen ist für Minister Guido Wolf der richtige Weg.

Trotz einiger „Baustellen“ wie der Brexit oder Länder mit populistischen Bewegungen sieht der Minister Europa nicht grundsätzlich gefährdet. Europa sei eine Werte- und Rechtsgemeinschaft, deren freiheitlich-demokratische Struktur allen die gleichen Chancen und Perspektiven bietet und die auch in Zukunft – obwohl es nicht leichter werde – Bestand haben wird.

Guido Wolf MdL, Minister der Justiz und für Europa diskutierte mit den Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Bildungszentrums Ettlingen die Zukunft von Europa.
Guido Wolf MdL, Minister der Justiz und für Europa diskutierte mit den Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Bildungszentrums Ettlingen die Zukunft von Europa.