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Übergang Schule Beruf

Der Start ins Berufsleben ist für jeden jungen Menschen von besonderer Bedeutung. Jedoch ist die Zahl der Schüler/-innen im Übergangsbereich in den letzten Jahren weiter gestiegen und nur wenigen Jugendlichen gelingt im derzeitigen Übergangssystem der direkte Übergang von der Schule in eine Ausbildung.

Das Sachgebiet Übergang Schule-Beruf, das sich aus dem 2015 gestarteten Kümmerer Projekt entwickelt hat, befasst sich mit der Aufgabenstellung gelingende Übergänge von der Schule in den Beruf zu schaffen.

Das Landratsamt Karlsruhe hat deshalb an den acht beruflichen Schulen des Landkreises in Bretten, Bruchsal und Ettlingen ein Angebot geschaffen, um die Schüler/-innen der VABO, VAB, BFPE, AVdual sowie BEJ Klassen zu unterstützen. Hierzu werden Koordinatoren für Berufswegeplanung sowie AVdual-Begleiter direkt vor Ort an den Schulen eingesetzt, um die Schüler/-innen individuell zu ihrem weiteren Berufs- und Ausbildungsweg zu beraten. Die Schüler/-innen erhalten zudem Unterstützung bei der beruflichen Orientierung, im Bewerbungsprozess und bei einer passgenauen Vermittlung und Begleitung in Praktika und Ausbildungsstellen.

Übergeordnet ist im Amt für Schulen und öffentlichen Personennahverkehr ein regionales Übergangsmanagment zur Koordinierung der Aktivitäten und Akteure vor Ort und zur regionalen Projektsteuerung angesiedelt.

Auf der Website www.gipfelstuermer-zukunft.de finden sich weitere Informationen für Jugendliche, Eltern und Fachkräfte.

Neben Informationen zu den verschiedenen Bildungswegen, bietet die Seite auch einen Einblick in vielseitige Angebote und Veranstaltungen, die junge Menschen in ihrer beruflichen, schulischen und persönlichen Entwicklung unterstützen können.

Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual)

Seit dem Schuljahr 2018/2019 nimmt der Landkreis Karlsruhe am Modellversuch „Neugestaltung Übergang Schule und Beruf“ teil. Hierzu wurde der Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual) im Landkreis erstmals an der Bertha-von-Suttner Schule in Ettlingen und an den Beruflichen Schulen Bretten eingeführt.

AVdual ist ein neuer Bildungsgang für nicht ausbildungsreife Jugendliche, die im Anschluss an den Besuch der allgemein bildenden Schule Unterstützungsbedarf beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung haben. Darüber hinaus kann AVdual auch Jugendlichen mit Bildungsziel Fachschulreife einen flexiblen Weg mit hoher Durchlässigkeit bieten.

Das Konzept umfasst:

  • Individuelle Förderung nach einem besonderen pädagogischen-didaktischen Konzept z.B. Lernberatung: offene Lernzeit, Lernen auf unterschiedlichen Niveaustufen
  • Ganztagesschule
  • Verbesserung der Übergangsquote der Jugendlichen in eine duale Ausbildung
  • Dualisierung der Lernorte (Lernen in der Schule und im Praktikumsbetrieb)
  • Abschluss nach einem Jahr mit einem dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsabschluss möglich

Eine weitere Besonderheit, die zum Gelingen des Bildungsgangs AVdual maßgeblich beiträgt, ist die individuelle Förderung der Jugendlichen durch AVdual-Begleiterinnen und –begleiter. Die AVdual-Begleiter sind 5 Tage pro Woche an der Schule und für die AVdual Klassen zuständig. Dies ermöglicht eine sehr intensive und passgenaue Beratung und Förderung der Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig agieren sie als Bindeglied zwischen Schule, Betrieb und Familie. Wichtige Aufgabe ist es, die Jugendlichen bei der Akquise, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Betriebspraktika sowie der Anschlussvermittlung in Ausbildung zu betreuen.

Für die insgesamt 121 AVdual Schüler/-innen im Landkreis Karlsruhe sind drei AVdual-Begleiter zuständig.

Jugendberufshilfe

Die Jugendberufshelfer sind am gewerblichen Bildungszentrum Bruchsal sowie an der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal tätig und unterstützen vor Ort Schüler/-innen der VAB, BFPE und BEJ Klassen sowie der 2-jährigen Berufsfachschule.

Die Jugendberufshelfer sind direkt an der Schule eingesetzt und können die Schüler/-innen somit intensiv und individuell beraten und betreuen. Zu den Aufgaben der Jugendberufshelfer gehören:

  • Beratung und Betreuung der Schüler/-innen bei der Berufs- und Bildungswegeplanung
  • Planung und Organisation von Informationsveranstaltungen zur Berufsorientierung
  • Unterstützung im Bewerbungsprozess (Erstellen von Bewerbungsunterlagen, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, etc.)
  • Beratung und passgenaue Vermittlung der Jugendlichen in Praktikum und Ausbildung
  • Ansprechpartner für Praktika- und Ausbildungsbetriebe
  • Zusammenarbeit und Vernetzung mit aller an der Berufsorientierung beteiligten Akteuren

Koordinatoren für Berufswegeplanung

Die Koordinatoren für Berufswegeplanung sind an den acht beruflichen Schulen in Ettlingen, Bruchsal und Bretten in den Klassen im Übergangssystem (VAB, VABO, BEJ, BFPE) tätig.

Aufgaben der Berufswegeplanung:

  • individuelle Beratung und Unterstützung von Schüler/-innen im Übergang Schule zu Beruf
  • passgenaue Vermittlung und Begleitung in Praktika und Ausbildungsstellen
  • Ansprechpartner für Praktikums- und Ausbildungsbetriebe während Praktikum und Ausbildung
  • Unterstützung beim Bewerbungsprozess
  • Informationsveranstaltungen zum Thema Berufsorientierung
  • Ansprechpartner für Lehrer in den Übergangsklassen
  • Betriebsakquise im Rahmen des Netzwerkes, aktives Networking und Kontaktpflege
  • Zusammenarbeit und Vernetzung auf kommunaler Arbeitsebene von vorhandenen Angeboten und Personen, insbesondere mit Agentur für Arbeit, Jobcenter, Kammern, Behörden, Ämtern und anderen Einrichtungen

Regionales Übergangsmanagement (RÜM)

Einhergehend mit der Einführung des Modellversuchs AVdual im Landkreis Karlsruhe ist seit September 2018 das regionale Übergangsmanagement (RÜM) im Amt für Schulen und öffentlichen Personennahverkehr angesiedelt.
Das regionale Übergangsmanagement ist zeitgleich für die Koordinierung und Leitung des Sachgebiets Übergang Schule und Beruf zuständig.
An der Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf sind zahlreiche Akteure wie beispielsweise Schulträger, berufliche Schulen, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Kammern, Unternehmen und Organisationen der regionalen Wirtschaft sowie Städte und Gemeinden beteiligt. Das RÜM übernimmt hierbei die regionale Steuerung und Abstimmung dieser Akteure vor Ort sowie das Controlling, Berichtswesen & die Qualitätsüberwachung.

Im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit, betreut das regionale Übergangsmanagement außerdem die Gipfelstürmer Homepage.

Übersichtskarte Koordinierung Berufswegeplanung