Tag des Ehrenamtes - Landkreis würdigt Engagement bei mehreren Besuchen vor Ort
Anlässlich des internationalen Tags des Ehrenamtes, der jedes Jahr am 5. Dezember begangen wird, haben Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Sozialdezernentin Margit Freund und weitere Vertreterinnen des Sozialdezernats Einrichtungen besucht, in denen Ehrenamtliche tätig sind. Damit soll verdeutlicht werden, wie vielfältig und wirksam das freiwillige Engagement im Landkreis Karlsruhe ist – quer durch alle Altersgruppen, Themenfelder und Orte.
„Ehrenamtliches Engagement schafft Gemeinschaft, Nähe und Menschlichkeit – und genau das durften wir bei unseren Besuchen überall spüren“, betonte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. „Die Begegnungen haben mich tief beeindruckt. Wir trafen auf Menschen, die mit viel Herzblut und Zeit dazu beitragen, dass andere Unterstützung, Orientierung oder einfach ein Stück Lebens-freude erfahren. Mein großer Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit ihren Fähig-keiten, Ideen und ihrer Tatkraft einbringen. Sie sind ein unverzichtbarer Teil unseres Zusammen-lebens. Und ich möchte an dieser Stelle das klare Signal senden, dass wir trotz der schwierigen Haushaltslage alles tun werden, damit diese wertvollen Strukturen und solche Angebote erhalten bleiben.“
Sozialdezernentin Margit Freund hob die Bedeutung des Ehrenamtes hervor: „Der Landkreis Karlsruhe lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen – im Sozialen, in der Kultur, im Miteinander. Wir konnten bei unseren Besuchen erneut sehen, wie viel Gutes jeden Tag entsteht, weil Ehrenamtliche sich engagieren. Dieses Engagement stärkt uns als Gesellschaft.“
Eine Station war Bruchsal. Bei der die Lebenshilfe ermöglichen über 200 Ehrenamtliche Ferien- und Wochenendangebote für Kinder mit Behinderung. Jedes Kind bekommt eine persönliche Assistenz, gemeinsame Ausflüge und Spiele wie UNO bringen Freude und ermöglichen Teilhabe.
Bei der „Starthilfe Bruchsal“ erhalten Kinder mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten dank engagierter Ehrenamtlicher Unterstützung durch Hausaufgabenhilfe, gemeinsames Mittagessen und kreative Freizeitangebote.
Beim Malteser Hilfsdienst in Bruchsal erlebte das Besuchsteam den „Mobilen Einkaufswagen“, ein Projekt, das Seniorinnen und Senioren mehr Selbstständigkeit und soziale Teilhabe ermöglicht. Sie werden durch acht Ehrenamtliche samstags beim Einkauf begleitet und auch persönliche Wünsche wie z.B. ein Abstecher ins Schuhgeschäft werden erfüllt. Der gemeinsame Kaffee im Anschluss schafft wichtige Begegnungen und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.
Beim Seniorennachmittag „Gemeinsam statt einsam!“ der AWO Karlsruhe-Land in Waghäusel treffen sich alle zwei Wochen rund 30 hochaltrige Frauen zu Kaffee, Kuchen und einem kleinen Programm, das vier Ehrenamtliche organisieren und zusätzlich für ein warmes Abendessen sorgen.
In Pfinztal war man bei der Flüchtlingshilfe zu Gast, die seit zehn Jahren besteht und wo sich 25 Helferinnen und Helfer engagieren, davon allein zehn pro Schicht in der Kleiderkammer. Von dort werden 1.158 registrierte Personen mit Kleidung und Alltagsgegenständen versorgt. Zum Angebot gehören auch Haushaltsauflösungen, eine Fahrradwerkstatt und internationale Projekte wie eine Weihnachtsaktion für Kinder in der Ukraine. Mitmachen ist weiterhin möglich – in der Kleider-kammer, als Lesepatenschaft oder über Sach- und Geldspenden.
Auch eine Schulung für ehrenamtliche Sicherheitsberaterinnen und -berater, die in Kooperation mit dem Kreisseniorenrat und der Polizei durch das Landratsamt durchgeführt wird, stand auf dem Besuchsprogramm. Die außerordentlich hohe Nachfrage führte dazu, dass alle Plätze vollständig ausgebucht waren.
Beim Besuch des Jazz- und Bluesclubs Rheinstetten zeigte sich, wie sehr Kultur vom Ehrenamt lebt. Seit einem Jahr bringt der Club Menschen mit Konzerten, Workshops und großem Engagement zusammen.
Bei der Diakonischen Gruppe „Luftsprung“ in Bretten-Diedelsheim wurde sichtbar, wie wichtig ehrenamtliches Engagement gerade für psychisch erkrankte Erwachsene ist. Hier entstehen Gemeinschaft, Entlastung und Freude – getragen von Menschen, die sich mit Herz einbringen.
Zum Abschluss rückte das Projekt „Radelzeit“ aus Ettlingen in den Mittelpunkt. Die Initiative er-möglicht Seniorinnen und Senioren aus Pflegeheimen regelmäßige Ausfahrten mit einer E-Rikscha. Die Touren, die bis zu fünf Mal wöchentlich stattfinden, schenken Naturerlebnisse, Begegnungen und Lebensfreude.
„Bei allen Initiativen war eine große Begeisterung der ehrenamtlich Engagierten zu spüren“, fasste Annette Hagenunger von der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement im Landratsamt Karlsruhe zusammen. Sie lädt alle Interessierten herzlich ein, sich ebenfalls zu beteiligen. Die aufgeführten Projekte seien hervorragende Beispiele, wie man sinnvoll etwas für Andere tun und gleichzeitig eine Bereicherung für sich persönlich erzielen kann. Alle Besuche sind auf der Seite des Landkreises Karlsruhe unter https://www.landkreis-karlsruhe.de/anerkennung zu finden.