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Landkreis Karlsruhe

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Förderprogramme

Herr Angelo Castellano
Büro des Landrats
Regionalmanager
Beiertheimer Allee 2
76137 Karlsruhe
Telefon:
0721 / 936 - 51220

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Praxisleitfaden Förderprogramme Landkreis Karlsruhe

Der Landkreis Karlsruhe hat sich dazu entschlossen seinen Kommunen einen Praxisleitfaden Förderprogramme zur Verfügung zu stellen. Viele der enthaltenen Fördermöglichkeiten können jedoch auch von nicht kommunalen Organisationen genutzt werden.

Der Leitfaden ist in Zusammenarbeit mit den Kreiskommunen entstanden und konzentriert sich auf die Themen Bau, Energie, Verkehr, Soziales, Bildung, Kultur, Umwelt, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus/Wirtschaft.   

Zu jeder Fördermöglichkeit wurden Bewertungen, Kontakte, Links etc. hinterlegt.

Der Leitfaden wird jährlich überarbeitet.

Praxisleitfaden Förderprogrmme Landkreis Karlsruhe
Angelo Castellano 
© Landratsamt Karlsruhe 
 

Folgend erhalten Sie weiterführende Informationen zur Förderung und Finanzierung von Wirtschaft, Tourismus und Radverkehr.

Wirtschaft

Existenzgründung / Nachfolge:
Bundeswirtschaftsministerium BMWi

Starthilfeprogramm:
Programm der L-Bank

Zentraler Anlaufpunkt / Wegweiser für Baden-Württemberg für alle Fragen der Unternehmensfinanzierung , Fördermöglichkeiten etc.: w-punkt.

Gründerinitiative Bretten:
Projektinitiative der Stadt Bretten

Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal

Projektförderug:
Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand:
ZIM gibt Impulse für Innovationen – verlässliche Perspektive für Innovationsaktivitäten des Mittelstands 
 
Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist seit dem 1. Juli 2008 das Basisprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) für die marktorientierte Technologieförderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Dabei ist jedes in Deutschland gemeldete Unternehmen, solange es weniger als 250 Mitarbeiter (bis Ende 2013 bis 500 Mitarbeiter) beschäftigt, grundsätzlich antragsberechtigt. Unter dem Motto „Impulse für Wachstum“ sollen die Innovationskraft der mittelständischen Unternehmen nachhaltig gefördert und ein Beitrag für deren Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit geleistet werden.
 
Die Vorzüge von ZIM liegen in der Technologie- und Branchenoffenheit, der einfachen Antragsstellung, dem schnellen Bewilligungsverfahren, der sehr guten finanziellen Ausstattung und der kostenfreien Beratung durch die Projektträger des Förderprogramms. Zudem zeichnet sich das Programm durch eine hohe Bewilligungsquote aus, da bisher im Durchschnitt ¾ der Anträge bewilligt wurden.
 
Grundsätzlich können einzelbetriebliche Vorhaben (ZIM-Einzelprojekte), ZIM-Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen bzw. Unternehmen und Forschungseinrichtungen oder ZIM-Kooperations-netzwerke gefördert werden. Dabei sind die zuwendungsfähigen Kosten bei den Einzel- und Kooperationsprojekten je Projekt auf 350.000 Euro begrenzt, wobei Unternehmen mit Sitz in den alten Bundesländern eine Förderquote von bis zu 45% erhalten können.
 
Auch bei der späteren Verwertung von Innovationen, die in einem ZIM-Projekte umgesetzt werden, kann das Förderprogramm wertvolle Hilfestellung leisten: So erhalten Unternehmen zusätzlich zur FuE-Förderung Zuschüsse von bis zu 25.000 Euro bzw. 37.500 Euro bei exportorientierte Projekten (bei einer Förderquote von max. 50%) für innovationsunterstützende Dienst- und Beratungsleistungen durch externe Dritte. Diese Leistungen können beispielsweise Messekosten, Schutzrechtsberatungen, Marketingmaßnahmen oder technische Unterstützungen umfassen.

Die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums liefert einen vollständigen und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder sowie der EU.

Tourismus

Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes Baden-Württemberg

Radverkehr

Da bereits viele Radwege existieren, ist das Zeitalter des umfangreichen Radwegeneubaus vorüber und wir befinden uns nun im Prozess der Erhaltung, Unterhaltung und des Betriebs der Wege und deren Einbindung in planerische Überlegungen anderer Stellen und Organisationen.

Fördermöglichkeiten:
Das Radwegeprogramm ,,Nationaler Radverkehrsplan 2013-2020“ des Bundes ist eine Möglichkeit um Maßnahmen umzusetzen. Insbesondere an den Deutschlandrouten (bei uns Rheinradweg) können Modellprojekte finanziert werden. Förderschwerpunkt in diesem Programm sind Kommunikation, Service als auch Modellprojekte in den Bereichen Infrastruktur, Kommunikation und Service.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. Die Kommunalrichtlinie des Bundes bietet nicht nur Fördermöglichkeiten für den direkte Einsatz von Klimaschutztechnologien und die Entwicklung und Umsetzung kommunaler Klimaschutzkonzepte, sondern auch für Investivmaßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Mobilitätsinfrastruktur. Die Förderung kann auch mit dem weiter unten beschriebenen LGVFG kumuliert werden und somit Fördersätze von bis zu 85% erreicht werden. Das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz bietet umfassende Beratung zur Kommunalrichtlinie. Den aktuellen Richtlinientext und weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier. Derzeit erhält der Landkreis Karlsruhe und die Stadt Bruchsal eine Förderung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eineses Beschlusses des Deutschen Bundestages (Förderkennzeichen 03K05855) für die Beseitigung einer Radverkehrsnetzlücke zwischen Obergrombach und Helmsheim. Der Bau des straßenbegleitenden Radwegs soll im November 2017 abgeschlossen sein.

Für Bundes- und Landesstraßen besitzt das Regierungspräsidium Karlsruhe ein nicht mit den TÖB abgestimmtes Radwegebauprogramme. Für Radwege an Landesstraßen stehen zweckgebundenen Mitteln zum Neubau und für größere Erhaltungsmaßnahmen mit einem landesweiten Betrag in Höhe von 7,5 Mio. Euro im Jahr zur Verfügung. Für den kleineren Erhaltungsbereich und Betrieb gibt es jedoch keine zweckgebundene Mittel. Weiter werden Radwege an Bundes- und Landesstraße darüber hinaus mit den allgemeinen Mitteln des Neu- und Ausbaus von Straßen „Sowieso-Maßnahmen“ errichtet.

Nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) in Verbindung mit der VwV LGVFG können kommunale Radinfrastrukturmaßnahmen (Neu- und Ausbau von Wegen als auch Beschilderung und Abstellanlagen) ab 50.000,- Euro beziehungsweise ab 20.000,- Euro und 10.000,- EUR mit bis zu 50% beziehungsweise Festbeträgen bezuschusst werden. Den aktuellen Richtlinientext und weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

Der Landkreis Karlsruhe hat sich bereiterklärt außerhalb der Ortsdurchfahrten Radwege entlang von Kreisstraßen, welche in dessen Förderliste aufgenommen wurden, mit 50% der Baukosten zu fördern. Planung und Bauausführung erfolgt durch die Kommunen. Sobald der Landkreis eine Förderung erhält, erfolgt die Umsetzung und Finanzierung zu 100% durch den Landkreis. Weiter werden Radwege an Kreisstraße darüber hinaus mit den allgemeinen Mitteln des Neu- und Ausbaus von Straßen „Sowieso-Maßnahmen“ errichtet. Der Landkreis beteiligt sich bei Kooperationsprojekten im Rahmen dieser Radverkehrskonzeption.

Die geringsten Probleme bereiten Kleinstbaumaßnahmen im Bereich der Unterhaltung und des Betriebs (z. B. einzelne Schlaglöcher) der straßenbegleitenden Radwege an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, denn hier sind die Straßenmeistereien des Landkreises zuständig und können zeitnah handeln.

Eine weitere Möglichkeit zur Förderung des Radverkehrs stellt die Berücksichtigung des Radverkehrsnetzes bei der Aufstellung der Wege- und Gewässerpläne der Flurneuordnugsverfahren dar. Hier sind, wenn der Weg zugleich dem landwirtschaftlichen Verkehr dient, hohe Fördersätze im Feldbereich zu erreichen (bis zu ca. 85%).

Weiter fördern die Projektträger der Europa-, Deutschland-, Landes- und Regionalradrouten ihre Radroute in geringem Umfang (Beschilderung, Faltblätter, Internet etc.).

Förderungen über INTERREG sind in der Region Karlsruhe, da sie einen grenzüberschreitenden Charakter besitzen müssen und das Antragsverfahren äußerst kompliziert ist, an den Eurodistrikt PAMINA geknüpft. Auch hier kann nur mit einer Förderung in geringem Umfang (Beschilderung, Faltblätter, Internet etc.) gerechnet werden.

Weiter können die prädikatisierten Kommunen bei Kooperationsprojekten über das Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes Baden-Württemberg eine bis zu 50%ige Förderung für Maßnahmen an touristisch genutzten Radrouten erhalten. Für lokale Maßnahmen in den Kurorten Mingolsheim, Langenbrücken, Busenbach und Reichenbach als auch in den Erholungsorten Schöllbronn, Malsch, Waldprechtsweier, Pfaffenrot und Schielberg könnte eine Förderung von bis zu 25% erreicht werden. Für lokale Maßnahmen in Orten welche keine Erholungs- oder Kurorte sind kann eine Förderung von bis zu 15% erreicht werden.

Mit den Fördermitteln von LEADER-Kraichgau können auch Radprojekte wie z. B. Tourenbeschilderungen, Mobilitätsstationen etc. bis zu 60% gefördert werden.

Auch über die Naturparke „Schwarzwald Mitte / Nord“ und „Stromberg / Heuchelberg“ können Projekte für den Radverkehr in den Bereichen nachhaltiger naturverträglicher Tourismus, Sport-/Aktivangebote und Themenwege umgesetzt werden.
  
Der o. a. Praxisleitfaden eröffnet weitere Förderprogramme zur Umsetzung von Radverkherhsmaßnahmen, insbesondere innerhalb der Pallete der EU-Aktionsprogramme