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Landkreis Karlsruhe

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Amt für Umwelt und Arbeitsschutz

Private Abwasserbeseitigung

Das Abwasser von etwa 700 Einwohner (entspricht ca. 0,16 %) im Landkreis Karlsruhe wird derzeitig dezentral entsorgt.

Die dezentrale Abwasserbeseitigung kann in geschlossenen Gruben (wasserdicht, ohne Überlauf) oder in Kleinkläranlagen erfolgen.

Gruben sollten eine spezifische Größe von 15 m3 pro Einwohner besitzen und eine Mindestgröße von 30 m3 nicht unterschreiten. Von dieser Grubengröße kann nur abgewichen werden, wenn sicher gestellt ist, dass durch einen entsprechen kurzen Entsorgungsturnus eine ordnungsgemäße Grubenentleerung erfolgt.

Bei allen Anwesen mit dezentraler Abwasserbeseitung (auch bei landwirtschaftlichen Anwesen) muss der Schlamm aus Kleinkläranlagen sowie das Abwasser aus geschlossen Gruben grundsätzlich über leistungsfähige Kläranlagen entsorgt werden. Für die geordnete Schlammbeseitigung ist die Gemeinde zuständig.

Kleinkläranlagen müssen mit einer biologischen Stufe ausgestattet sein. Die „alten“ Mehrkammergruben mit Überlauf, wie sie früher gebaut wurden, entsprechen nicht mehr den Anforderungen und sind um die biologische Stufe zu erweitern. Für die Einleitung von Abwasser aus Kleinkläranlagen in einen geeigneten Vorfluter oder nach Einzelfallprüfung durch Versickerung, ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich und beim zuständigen Baurechtsamt zu beantragen.

Ziel ist es, derzeit dezentral entsorgte Anwesen mit vertretbarem Aufwand an die öffentliche Kanalisation, vorzugsweise mit kostengünstigen Druckentwässerungsanlagen anzuschließen. In den letzten Jahren sind Zuschüsse für private Kanalisationsanschlüsse im Außenbereich über das Regierungspräsidium Karlsruhe gewährt worden.