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Landkreis Karlsruhe

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Herausragende Beiträge für den Natur- und Umweltschutz - Kreisumweltschutzpreis 2010 verliehen 12.11.2010 


Mit je zwei ersten, zweiten und dritten Preisen zeichnete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel im Rahmen der jüngsten Kreistagssitzung am 11. November herausragende Initiativen und Aktivitäten im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes mit dem Kreisumweltschutzpreis aus. Er wurde mittlerweile zum 21. Mal verliehen und aus 32 Bewerbungen durch eine aus Kreisrätinnen und Kreisräten sowie Naturschutzbeauftragten gebildeten Jury ermittelt.
 
Mit einem 1. Preis wurde die Franz-Josef-Mone-Schule aus Bad Schönborn für ihr Schulgartenprojekt zum Thema „Lebensraum Schule – naturnah und lebenswert“ ausgezeichnet“. Im Rahmen mehrerer Projekte z. B. durch ein Wildbienenhotel, den Bau einer Trockenmauer, das Anlegen eines Teiches, die Schaffung einer Kommunikationsecke oder der Anlage eines Sinnespfades wurde der Garten umgestaltet. Die jeweiligen Abschlussklassen pflanzen bis heute „ihren“ Baum als Symbol für stetiges Wachstum und lebenslanges Lernen und in Zusammenarbeit mit dem Obst- und Gartenbauverein begleitet jedes Jahr eine Klasse der Mittelstufe den jährlichen Zyklus der schuleigenen Apfelbäume in der Vereinsanlage und stellt kostenlose Pausenäpfel zur Verfügung. Besonders hervorgehoben wurde, dass sich hier praktische und soziale Erfahrungen ergänzen und durch Praktikas, z. B. bei Gärtnereien, berufliche Perspektiven eröffnet werden.
 
Ein weiterer 1. Preis erhielt der Wald- und Naturkindergarten Bruchsal e. V.. Er hat ein Gartengrundstück am Waldrand mit, von und für Kinder gestaltet. Erschafft wurde ein Spiel-, Erlebnis- und Beobachtungsraum, in dem die Kinder Erfahrung mit Pflanzen, Tieren und verschiedenen natürlichen Materialien machen können. Die Kinder pflanzen, ernten und verarbeiten Obst, Gemüse und Kräuter, kochen über dem Feuer und backen im eigenen Lehmofen. Außerdem beobachten sie Lebewesen im Teich oder im Wildbienenhotel, arbeiten mit Erde, Lehm, Holz, Steinen, Weidenruten und Wasser und erleben die Veränderung der Natur im Garten im Laufe der Jahreszeiten. Die Vereinsarbeit steht unter dem Motto „Mit allen Sinnen die Natur erleben“.
 
Mit einem 2. Preis wurde Bernhard Rapp aus Stutensee ausgezeichnet. Er arbeitet seit 40 Jahren nach organisch-biologischen Richtlinien und hat sein Grundstück im Innerortsbereich von Friedrichstal in verschiedene Zonen gegliedert. Das Regenwasser von Car-Port und Geräteschuppen wird in Tonnen aufgefangen, das Hausdach in zwei Sumpfbeete entwässert. Der Nutzgarten wird in Mischkultur mit Eigenkompost ohne wendende Bodenbearbeitung und völlig ohne den Einsatz von synthetischem Pflanzenschutz bewirtschaftet. Obwohl Herr Rapp bereits 1995 mit dem Kreisumweltschutzpreis ausgezeichnet wurde war die Jury von der besonderen Qualität und Kontinuität so beeindruckt, dass sie ihn erneut ausgezeichnet hat.
 
Der zweite 2. Preis geht an Herbert Doernhöfer aus Dettenheim, der sich mit dem Mühlengarten der Rußheimer Waldmühle beworben hatte, der sich auf einem 8.000 m² großen inselartigem Grundstück zwischen Pfinz und einem Umgehungsgraben befindet. Seit 1990 entwickelt er ihn zum gelenkten Naturgarten mit Tümpel und Flächen mit Obstbäumen. Labyrinthartige Wege, Spielflächen und Begegnungsstätten geben Einblick in die unterschiedliche natürliche Vielfalt. Zu Gast sind öfter Schulklassen, Pfadfinder und Jugendgruppen, die die angebotenen Führungen und das „Erleben“ auf diesem großen Grundstück mit Begeisterung annehmen.
 
Ein 3. Preis ging an die AGNUS-Jugend Weingarten für ihren Vereinsgarten, in dem seit fast 20 Jahren Kindern und Jugendlichen Wissen über Natur und Umwelt vermittelt wird. Die AGNUS hat eine Hütte errichtet, verschiedene Pflanzungen und Gestaltungsmaßnahmen vorgenommen und u. a. eine Barfußpfadtreppe angelegt. Darüber hinaus beteiligt sie sich am Ferienspaßprogramm der Gemeinde, arbeitet mit der AWO zusammen und gestaltet bei der jährlichen Ortsranderholung Tage für Kinder zum Thema „Natur und Umwelt“. Neben dem Wissen wird den Kindern hier auch Spaß in einem Naturgarten vermittelt.
 
Und schließlich erhielten Klaus und Anni Bauer aus Ettlingen für ihren großen Garten in Schöllbronn einen 3. Preis. Er ist in einen größeren Vorgarten mit den unterschiedlichsten Sträuchern, Stauden und Blumen sowie einen Gemüse- und Obstgarten unterteilt. Das Dachflächenwasser des Hauses wird zur Bewässerung des Grundstückes verwendet. Künstlicher Dünger oder sonstige Chemikalien sind Tabu. Garten- und Küchenabfälle werden kompostiert und durch gezielte Maßnahmen hat sich ein hoher Artenreichtum in punkto Tierwelt und Wildkräuter entwickelt.
 
Ausdrücklichen Dank und Anerkennung übermittelte der Landrat aber auch allen anderen Teilnehmern, die die Hürde der Bewerbung nicht gescheut haben, ihre Aktionen dokumentiert und präsentiert haben und sich der kritischen Beurteilung durch die Jury gestellt haben.

369-2010 Kreisumweltschutzpreis

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel zeichnete beispielhafte Initiativen und Aktivitäten mit dem Kreisumweltschutzpreis aus.


 

 
Herausgeber: Landratsamt Karlsruhe, Beiertheimer Allee 2, 76137 Karlsruhe, * Postfach 31 47, 76126 Karlsruhe
Ansprechpartner: Martin Zawichowski, Landratsamt Karlsruhe, Pressestelle, (0721) 936-51200, Fax (0721) 936-51599