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Landkreis Karlsruhe

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Jahresbericht Tiergesundheit des Veterinäramtes - Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest im Fokus 29.05.2018 


Im Bereich Tiergesundheit sorgt die Afrikanische Schweinepest für Schlagzeilen. Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Die Virusinfektion verläuft bei Schweinen fast immer tödlich, ist jedoch für den Menschen und andere Haustierarten ungefährlich. Impfstoffe und Therapiemöglichkeiten gibt es keine. Für die Bekämpfung kommen daher nur die Einhaltung von Biosicherheitsmaßen und die Regulierung der Wildschweinpopulation in Betracht. „Im vergangenen Jahr wurden rund 150 Wildschweine, darunter auch Fallwild und Unfallwild, auf die Afrikanische Schweinpest untersucht. Alle Untersuchungen verliefen mit negativem Ergebnis“, so Sebastian Felkel, Abteilungsleiter Tiergesundheit. Nach den aktuellsten Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest in Polen und Tschechien hat die Verhinderung der Einschleppung dieser Tierseuche nach Deutschland oberste Priorität. Das größte Risiko besteht durch den Reiseverkehr. In Zusammenarbeit mit der Autobahnmeisterei hat das Veterinäramt am Rasthof Bruchsal eine Plakataktion als Infomaßnahme durchgeführt, welche im Jahr 2018 erweitert werden soll. Im Landkreis Karlsruhe gibt es derzeit ca. 100 Schweinehaltungen mit 3.000 Tieren. Hiervon sind fünf genehmigte Freilandhaltungen und drei angezeigte Auslaufhaltungen. Nach der Schweinepest-Monitoring-Verordnung sind diese einmal jährlich u.a. auf die Afrikanische Schweinepest zu beproben. Nach der Viehverkehrs-Verordnung gibt es für Schweinehaltungen eine Registrierungspflicht. Noch nicht registrierte Schweinhalter werden daher gebeten sich mit dem Veterinäramt in Verbindung zu setzen.

Im Rahmen der Tollwutüberwachung wurden im Landkreis Karlsruhe im Jahr 2017 insgesamt 37 Füchse auf Tollwut untersucht, alle Untersuchungen verliefen mit negativem Ergebnis. Dagegen wurde das Staupevirus bei 14 Füchsen und einem Dachs festgestellt. Betroffen hiervon sind die Gemeinden Forst, Hambrücken, Kraichtal, Marxzell, Oberhausen-Rheinhausen, Bruchsal, Bretten und Gondelsheim. Für den Menschen ist das Staupevirus ungefährlich, bei Hunden kann es jedoch eine tödliche Infektion hervorrufen. Behandlungsmöglichkeiten gibt es keine, durch eine Impfung kann der Erkrankung wirksam vorgebeugt werden.

Ein weiterhin hohes Eintragsrisiko besteht für die Serotypen 4 und 8 der Blauzungenkrankheit. Neben gehäuften Ausbrüchen des Serotyps 8 in Frankreich wurden Ende 2017 erstmals zwei Fälle in der Schweiz, nahe der Grenze zu Deutschland festgestellt. Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichte Tierseuche bei Haus- und Wildwiederkäuern. Sie äußert sich insbesondere in Fieber, Entzündungen und Blutungen in den Schleimhäuten, vermehrtem Speichelfluss sowie Schaumbildung vor dem Maul. Die Übertragung erfolgt durch bestimmte Stechmücken.  Zur Verhinderung der Ausbreitung nach Süddeutschland wird auch im Jahr 2018 die freiwillige Schutzimpfung von Rindern, Schafen und Ziegen empfohlen. Das Land Baden-Württemberg und die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg bezuschussen diese Impfungen.

Das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung befasst sich weiterhin mit der Verhinderung des Eintrags von anzeigepflichtigen Tierseuchen wie z.B. Geflügelpest, Brucellose und Leukose. Die im Rahmen von landesweiten Monitoringprogrammen durchgeführten Untersuchungen verliefen im Jahr 2017 alle mit negativem Ergebnis.

Zwei Wildschweine bei der Futtersuche

Zwei Wildschweine bei der Futtersuche


 

 
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