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Einführung einer Biotonne, Verbesserung der ÖPNV-Verbindungen und Radverkehr - Landrat informiert sich in der Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen 24.07.2018 


Im Rahmen seiner Gemeindebesuche, die Landrat Dr. Christoph Schnaudigel regelmäßig in vier bis fünf Gemeinden pro Jahr führen, war er am vergangenen Dienstag in Oberhausen-Rheinhausen zu Gast, um sich mit Bürgermeister Martin Büchner und den Gemeinderäten über das aktuelle Geschehen auszutauschen und anstehende Herausforderungen aus erster Hand zu erfahren.

Den Auftakt bildete die Besichtigung der Firma SORG Rollstuhltechnik. Als alteingesessenes Unternehmen, das vor über 30 Jahren aus einer Garage heraus betrieben wurde, hat sich das Unternehmen zur größten handwerklichen Firma der Doppelgemeinde entwickelt und beschäftigt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Geschäftsführer Marcel Sorg merkte man beim Rundgang durch die Firma die Begeisterung für seine Arbeit an. „Mit unseren individuell angefertigten Rollstühlen geben wir den Menschen viel mehr als nur ein Fortbewegungsmittel: der Rollstuhl gibt ihnen ein großes Stück Selbständigkeit und Unabhängigkeit und ist wichtig für die Entwicklung“. „Ich kann immer wieder erleben, wie die Schülerinnen und Schüler in den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren des Landkreises mit ihren Rollstühlen ganz selbstverständlich durch die Gänge flitzen, ohne auf die Unterstützung von Dritten angewiesen zu sein“, pflichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei. Zehn bis 15 Stück werden täglich hergestellt, die im Betrieb konstruiert, gefertigt und montiert werden. „So können wir eine dauerhaft hohe Qualität gewährleisten und das ist Grundlage unseres Erfolgs“, berichtete Marcel Sorg zum Abschluss des Besuchs.

Auch die Gemeinschaftsschule Oberhausen-Rheinhausen hat eine Erfolgsgeschichte vorzuweisen. „Die Gemeinschaftsschule wurde zum Schuljahr 2012/2013 eingerichtet und die erste Klasse konnte vor Kurzem ihren Realschulabschluss feiern“, erklärte Konrektorin Tanja Biedermann beim Rundgang durch den Neubau, der im Februar 2018 eingeweiht wurde. Sie ist wie auch Bürgermeister Martin Büchner sehr zufrieden mit der Entwicklung. „Die Gemeinschaftsschule wird sehr gut angenommen, wir unterrichten 550 Schülerinnen und Schüler, die Grundschule miteingerechnet. Wir sind zuversichtlich, dass die moderne Ausstattung mit Whiteboards in allen Klassenzimmern und attraktive Angebote wie beispielsweise ein Musikzug, auch künftig viele Schülerinnen und Schüler von unserer Schule überzeugen wird“, waren sich Konrektorin und Bürgermeister einig.

Beim anschließenden Gespräch mit den Gemeinderäten nahm das Thema Abfall eine große Rolle ein. Die politischen Vertreter nahmen erfreut zu Kenntnis, dass es keine verpflichtende, sondern eine freiwillige Biotonne geben wird und die Eigenkompostierung weiterhin möglich sein wird. Intensiv diskutiert wurde die Entsorgung von mineralischen Abfällen, für die der Landkreis zuständig ist. „Der Landkreis prüft neue Deponiekapazitäten, um mittel- und langfristig Entsorgungssicherheit zu haben“, informierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel über die aktuelle Situation. Dass insbesondere die Deponierung von sogenannten freigemessenen Abfällen, die beim Rückbau des Kernkraftwerks Philippsburg anfallen, wegen der Vorbehalte in der Bevölkerung problematisch werden wird, war den Gesprächsteilnehmern bewusst.

Deutlich entspannt ist inzwischen die Situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete, dass die Zahl der neu aufzunehmenden Asylbewerber mit 30 – 50 Personen pro Monat weiterhin sehr gering sei und der Landkreis daher sein Rückbaukonzept der Gemeinschaftsunterkünfte konsequent verfolge. Er begrüßte es, dass es der Gemeinde gelungen sei, die Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung dezentral unterzubringen.

Vielfältige Verkehrsthemen lagen den Gemeinderäten am Herzen. Zum einen wünschten sie optimierte und zusätzliche Verbindungen nach Waghäusel und Philippsburg und brachten eine Radwegverbindung nach Philippsburg zur Sprache. Nichts Neues gab es zur 2. Rheinbrücke zu berichten, die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss sind noch anhängig.

Bürgermeister Martin Büchner bedankte sich bei Landrat Dr. Christoph Schnaudigel für den umfassenden Überblick über das aktuelle Geschehen und den konstruktiven Austausch. Beide waren sich einig, im Interesse der Gemeinde auch künftig eng zusammenzuarbeiten.

Gemeindebesuch Oberhausen-Rheinh

Geschäftsführer Marcel Sorg (Bildmitte) erklärt Landrat Dr. Christoph Schnaudigel (links) und Bürgermeister Martin Büchner (2.v.r.) die Fertigungsprozesse in seiner Firma. Zu sehen ist der Montagebereich.


 

 
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