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Landkreis Karlsruhe

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Landratsamt 4.0 - Maßnahmen zur Digitalisierung im Verwaltungsausschuss des Kreistags 07.12.2018 


Ein Bericht über Maßnahmen zur Digitalisierung im Landkreis Karlsruhe wurde dem Verwaltungsausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung vom 6. Dezember erstattet. Dargelegt wurde, wie die Verwaltung unter dem Titel „Landratsamt 4.0“ interne Arbeitsabläufe optimiert und neue elektronische Dienstleistungsangebote schafft. Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen werden in der „Lernfabrik 4.0“ optimal auf Automatisierungsprozesse vorbereitet und Klassen mehrerer Schulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren verwenden Tablet-PC‘s im Unterricht. Durch eine Vernetzung der 32 Städte und Gemeinden im Landkreis und der Zusammenarbeit des Landkreises Karlsruhe mit den Landkreisen Biberach, Böblingen, Konstanz und Tuttlingen innerhalb des Programms „Digitale Zukunftskommune@bw“ wird der Wissenaustausch gefördert.

Die 2014 gestartete interkommunale Zusammenarbeit zum Glasfaserausbau ist weit fortgeschritten. Das Landkreisbackbone reicht mittlerweile an jede Ortschaft, 100 Kilometer Backbonetrassen wurden gebaut, 240 Kilometer Strecke angepachtet. Rund 2.000 Kunden werden bereits über das kommunale Netz versorgt, darunter alle Landkreisschulen und z.T. auch Schulen in Trägerschaft der Städte und Gemeinden.

In der Kreisverwaltung wird an der Umstellung von der Papier- auf die elektronische Akte gearbeitet. Im Vorgriff auf den elektronischen Rechtsverkehr, der zum Beispiel mit dem Sozialgericht Karlsruhe zum 01. Januar 2022 gesetzlich vorgeschrieben ist, wurde am 1. März dieses Jahres in der Versorgungsverwaltung mit der Umsetzung der elektronischen Akte begonnen. Gearbeitet wird auch an der E-Rechnung, wo alle Arbeitsschritte vom Eingang bis zur Auszahlung voll digitalisiert abgewickelt werden können. Um Daten langfristig zu sichern arbeitet das Kreisarchiv mit dem elektronischen System DIMAG (Digitales Magazin). Unterlagen der Gebäudebrandversicherung wurden bereits digital übernommen, womit die Einlagerung einer vergleichbaren Menge von 400 laufenden Papieraktenmetern vermieden wurde. Den Städten und Gemeinden bietet das Kreisarchiv gegen Kostenersatz an, elektronisches Schrift-, Bild- und Tongut nachhaltig zu sichern. Die knapp 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung können über ein Service Portal diverse Dienste rund um ihren Arbeitsplatz abrufen und über ein Mitarbeiterportal z.B. Entgeltnachweise einsehen oder Personalstammdaten selbst ändern. Aktuell wird am Projekt „Dienstreisen“ gearbeitet, um alle Verfahrensschritte von der Beantragung über die Genehmigung bis hin zur Erstattung der Reisekosten zu digitalisieren. Lehr- und Lernprozesse werden durch Online-Schulungen unterstützt, die auch Lernkontrollen beinhalten. Nach Außen hin sichtbar werden die Anstrengungen Anfang nächsten Jahres durch eine neu gestaltete Homepage. Sie will Einwohnern den Weg zur Verwaltung vereinfachen und stellt den Servicegedanken in den Vordergrund. Dies geschieht durch eine intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche, verbesserten Suchfunktionen und einer Darstellung, die sich automatisch jedem Endgerät anpasst. Integriert ist das Service-BW-Portal des Landes mit vielen Online-Dienstleistungsangeboten und für kundenintensive Bereiche können Termine online vereinbart werden.

Um Fertigkeiten im Hinblick auf die Digitalisierung zu vermitteln wurde bei der Beruflichen Schule Bretten die „Lernfabrik 4.0“ eingerichtet, die Grundlagen für industrielle Automatisierungslösungen vermittelt. Zwei Klassen der Bertha-von-Suttner und der Wilhelm-Röpke-Schule in Ettlingen nehmen am Modellversuch des Kultusministeriums Baden-Württemberg „Tablets im Unterricht“ teil, weitere Klassen an anderen Schulen wurden bzw. werden ebenfalls mit den Kleincomputern ausgerüstet. Auch bei den sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) haben Tablets Einzug gehalten, die im Klassenverband und in der Einzelschulung genutzt werden können und eine größere Teilhabe der Schülerinnen und Schülern ermöglichen.

Großer Wert wird auf den Austausch und die Vernetzung zwischen den Kommunen gelegt. Der Landkreis bietet hierzu „Tage der Digitalisierung“ mit Vorträgen, Workshops und Best-Practice-Beispielen an. Im Rahmen des Landeswettbewerbs Zukunftskommune@bw erhielt der Landkreis Karlsruhe zusammen mit den Landkreisen Böblingen, Tuttlingen, Konstanz und Biberach. 880.000 EUR Preisgeld, um eine interkommunale Informations- und Wissensdatenbank zu digitalen Lösungen in den Bereichen Mobilität, Bildung, eGovernment & Bürgerdienste sowie Gesundheit zu erarbeiten.


 

 
Herausgeber: Landratsamt Karlsruhe, Beiertheimer Allee 2, 76137 Karlsruhe, * Postfach 31 47, 76126 Karlsruhe
Ansprechpartner: Martin Zawichowski, Landratsamt Karlsruhe, Pressestelle, (0721) 936-51200, Fax (0721) 936-51599