Der Landkreis Karlsruhe hat Richtfest für den Flachbau des KARLA Verwaltungs- und Bildungszentrums gefeiert
Neubau liegt im Kosten- und Zeitplan
Das KARLA Verwaltungs- und Bildungszentrum des Landkreises Karlsruhe erreicht seinen nächsten Meilenstein. Am Freitag, 16. Oktober, wurde auf dem Areal am Ettlinger Tor inmitten der Stadt Karlsruhe Richtfest für den Flachbau gefeiert. Der Rohbau dieses Gebäudeteiles ist abgeschlossen. Unter den Augen zahlreicher Gäste aus Politik, Verwaltung und Nachbarschaft sprach Oberpolier Stefan Schütz nach alter Tradition den Segen des Richtspruchs, um das Haus vor Unglück, Feuer und Sturm zu bewahren. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel blickte bei dieser Gelegenheit nicht nur auf die Projekt-Genese zurück, sondern zeigte vor allem auch auf, wie viele Menschen an KARLA arbeiten. „Diesen gilt mit dem Fest ein besonderer Dank. Ohne das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und beteiligten Firmen wäre ein Projekt wie dieses nicht zu stemmen“, so der Landrat. Besondere Nachsicht würde die unmittelbare Nachbarschaft aufbringen: „Für das Verständnis bedanke ich mich herzlich“, ergänzte er. Finanzielle Förderung in Höhe von einer Million Euro kam vom Land Baden-Württemberg. Den Dank hierfür überbrachte er ebenfalls bei der Gelegenheit. Mit Staatssekretärin Sarah Schweizer vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat sowie Daniel Hager-Mann, Ministerialdirektor im Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, war das Land gleich doppelt vertreten.
Seit 1.071 Tagen baut der Landkreis inzwischen. Mit KARLA entstehen 64.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche und 40.000 Quadratmeter Nutzfläche. Das Investitionsvolumen beträgt 390 Millionen Euro. Den Weg dafür hat der Kreistag vor drei Jahren mit dem Baubeschluss geebnet. Rund 150 Arbeiter sind inzwischen im Durchschnitt jeden Tag gleichzeitig auf der Baustelle, um KARLA entstehen zu lassen. 130 beteiligte Firmen und Nachunternehmer sowie 20 Planungsbüros und Fachplaner arbeiten am Neubau mit. Der Flachbau wurde begonnen, als der alte Hochhaustrakt noch stand, und erst im weiteren Schritt abgebrochen wurde. Das neue Hochhaus wird deshalb erst jetzt Stockwerk um Stockwerk sichtbar. Im Flachbau geht es nun nahtlos mit dem Innenausbau weiter. „Zwei wichtige Botschaften kann ich beim Richtfest setzen. Erstens: Wir sind im Zeitplan. Und Zweitens: Wir sind auch im Kostenplan. Darauf sind wir auch ein bisschen stolz, angesichts der Dimensionen dieses Projekts“, sagte Landrat Dr. Christoph. Grundlage dafür sei unter anderem die gute Zusammenarbeit und enge Absprache mit dem Architekturbüro von Prof. Jens Wittfoht.
Nach aktuellem Zeitplan wird der Flachbau wie geplant vor der Sommerpause im dritten Quartal 2027 in Betrieb gehen, das Hochhaus folgt im vierten Quartal 2028. „Die öffentliche Hand muss Vorbild sein, was modernes, zukunftsgerichtetes und damit energiesparendes und, ich betone, wirtschaftliches Bauen betrifft“, betonte der Landrat weiter. „Auch dafür setzen wir ein Zeichen. Alleine durch die Holzhybrid-Bauweise sparen wir im Vergleich zur Stahlbetonkonstruktion rund 15.000 Tonnen CO2. Deutlich wird das Einsparpotenzial auch beim Heizwärmeverbrauch: Die benötigten Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr reduzieren sich um 84 Prozent.“
Das KARLA Verwaltungs- und Bildungszentrum wird künftig wieder Bereiche des Landratsamtes Karlsruhe vereinen, die derzeit auf mehrere Standorten verteilt sind. Rund 1.150 Beschäftigte des Landratsamtes werden einziehen. Der Neubau bietet eine moderne Umgebung, eine angenehme Atmosphäre durch den Holz-Charakter, durch offene Bereiche, ein Betriebsrestaurant, eine multifunktionale Konferenzebene und eine Kindertagesstätte. Der Landkreis ist aber nicht alleiniger Eigentümer: Der Gemeindetag Baden-Württemberg baut seine Verwaltungsschule des Gemeindetags. Viele Flächen werden vermietet an die Unfallkasse Baden-Württemberg, die Verwaltungsakademie Baden-Württemberg, das Arbeitsmedizinische Zentrum Karlsruhe, den Badischen Gemeindeversicherungsverband, den Verband Region Karlsruhe sowie an die Bäckerei Laib und Leben.