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24.07.2026

Kreistag freut sich über positiven Jahresabschluss der Kliniken und beschließt wichtige Schritte zur strategischen und baulichen Weiterentwicklung

Der Kreistag befasste sich in der aktuellen Sitzung am Donnerstag, 23. Juli, in der Schlossgartenhalle in Ettlingen mit der Weiterentwicklung seiner Kliniken.

Zunächst ging es um das Geschäftsjahr 2025 der RKH Kliniken des Landkreises Karlsruhe gGmbH, das mit einem Jahresüberschuss von rund 1,6 Mio. Euro abschloss. „Dieses Ergebnis ist keineswegs selbstverständlich“, so Landrat Dr. Schnaudigel. „Während andere Kliniken rote Zahlen schreiben, dürfen wir uns über ein gutes Jahresergebnis freuen“: Das Ergebnis zeigt zugleich, dass die Anstrengungen zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit erste Wirkungen zeigen. Das gute Jahresergebnis ist daher maßgeblich auf das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen, denen ich bei dieser Gelegenheit ganz herzlich auch im Namen des Landkreises Karlsruhe danke“, fand Landrat Dr. Christoph Schnaudigel lobende Worte für die unverzichtbare Arbeit, die täglich in den Kliniken geleistet wird. Das Gremium stimmte dem Jahresabschluss 2025 der Kliniken ebenso zu wie dem der RKH Regionale Kliniken Holding und Services GmbH, das mit einem Überschuss von knapp 124.000 Euro abschloss.

Der Kreistag befasste sich zudem mit den aktuellen Baumaßnahmen an der Fürst-Stirum-Klinik. Bereits im Mai 2020 erfolgte der Neubaubeschluss für den D-/E-Bau in Höhe von rund 77,4 Mio. Euro. Geplant werden Ambulanz-, Sprechstunden- und Chefarztbereiche der chirurgischen Kliniken, ein neuer Zentral-OP, eine neue psychosomatischen Tagesklinik, Dienst- und Bereitschaftsunterkünfte sowie eine Pflege- und Wahlleistungsstation. Im Zuge des geplanten Neubaus soll auch der Hubschrauberlandeplatz dort verortet werden. Da die einzelnen Maßnahmen aufeinander aufbauen und mit dem „Neubau E“ erst begonnen werden kann, wenn der neue D-Bau mit seinen Funktionseinheiten in Betrieb ist, begrüßte das Gremium einhellig, dass der D-Bau nun im Oktober 2026 in Betrieb geht. Die weiteren Maßnahmen, wie der Rückbau des bestehenden E-Baus sowie die Realisierung des Neubaus E ein-schließlich des Hubschrauberlandeplatzes sollen nun zügig angegangen werden.

Auch die aktuelle Krankenhausreform stand auf der Agenda der Sitzung, die zur Folge hat, dass der Ansatz „Einheitliches Plankrankenhaus“, nämlich ein Krankenhaus mit zwei Standorten, nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Für die planungsrelevante Definition des Krankenhausstandorts gilt künftig eine 2-km-Regel, was dazu führt, dass Bruchsal und Bretten planungsrechtlich als getrennte Standorte zu behandeln sind. Mit weitreichenden Folgen, wie der Geschäftsführer der RKH Klinikenholding Dr. Marc Nickel in der Sitzung ausführte. Komplexe Leistungsangebote müssen künftig je Standort eigenständig strukturell abgesichert werden, woraus sich erhöhte Anforderungen an Personal, Organisation und Fallzahlen ergeben.

Geschäftsführung und Gremium waren sich einig über das anvisierte Ziel, die medizinische Leistungsfähigkeit dauerhaft zu sichern, die Wirtschaftlichkeit zu stabilisieren und beide Standorte so auszurichten, dass die künftig zu erfüllenden Struktur- und Qualitätsanforderungen verlässlich erreicht werden können. Bis November soll die strategische Weiterentwicklung des Einheitlichen Plankrankenhauses vorbereitet werden. Dazu gehört die Bewertung der medizinischen Leistungsbereiche, die Weiterentwicklung der Zentralen Notaufnahme sowie der Ausbau der ambulanten Versorgungsstrukturen.

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