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10.07.2026

Verwaltungsausschuss befasst sich mit den Ergebnissen 2025 der Gesellschaften des Landkreises

Die Jahresabschlüsse der Beteiligungen des Landkreises standen auf der Tagesordnung der aktuellen Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistags des Landkreises Karlsruhe, der am Donnerstag, 9. Juli, im Panoramasaal der Albtalverkehrsgesellschaft tagte.

Die Jugendeinrichtung Schloss Stutensee gGmbH verzeichnete im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 600.000 Euro und kann damit einen Teil der entstandenen Defizite der vergangenen Jahre ausgleichen. Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ging wie schon in früheren Jahren wieder zurück, sodass erste konkrete Rückbauschritte erfolgten. Die Nachfrage im Kerngeschäft blieb jedoch weiterhin hoch, was sich an der Belegungssituation zeigt: Die Wohngruppen und auch die Inobhutnahme waren gut ausgelastet. Da es der Jugendeinrichtung gelungen ist, fehlende Fachkräfte zu gewinnen und offene Stellen im Bereich der geschlossenen Wohngruppe zu besetzen, hat sich die Auslastung hier im Vergleich zu 2024 deutlich verbessert, was sich wiederum positiv auf das Jahresergebnis ausgewirkt hat.

Auch die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe GmbH konnte eine schwarze Null mit einem Ergebnis von 57.000 Euro erreichen. Tätigkeitsschwerpunkte waren die Kommunale Wärmeplanung, die im Landkreis Karlsruhe vorangekommen ist, sowie die Erarbeitung und insbesondere die Umsetzung von energetischen Quartiersprojekten. Es zeichnet sich ab, dass sich die finanzielle Situation der Kommunen künftig verschlechtern wird, was auch die Nachfragesituation für die Umwelt- und Energieagentur negativ beeinflussen könnte. Das finanzielle Risiko kompensiert die Agentur durch ein breit aufgestelltes Portfolio, wobei neben dem Klimaschutz die Themen der Energieunabhängigkeit, die regionale Wertschöpfung sowie der Bereich Nachhaltiges Bauen stärker in den Fokus rücken.

Um den Landkreis flächendeckend mit schnellem Internet zu versorgen, wurde die Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH gegründet, an deren Finanzierung sich der der Kreis und seine Städte und Gemeinden beteiligen, indem sie das prognostizierte jährliche Defizit von 2,5 Mio. Euro ausgleichen. Im zehnten Jahr schaffte es die Gesellschaft, unter dem prognostizierten Anteil zu bleiben. Neben dem Anteil der Städte und Gemeinden musste der Landkreis Karlsruhe im Geschäftsjahr 2025 lediglich 222.000 Euro für einen ausgeglichenen Jahresabschluss beisteuern. In diesem Zusammenhang berichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, wie es nach dem Rückzug der Deutschen Glasfaser weitergeht. „19 von 28 Kommunen sind betroffen, die trotz geschlossenem Kooperationsvertrag und jahrelanger Vorarbeit nun ohne Aussicht auf einen zeitnahen umgesetzten flächendeckenden Glasfaserausbau dastehen. Die Breitbandkabel-Gesellschaft verfolgt intensiv verschiedenste Handlungsfelder, um das flächendeckende Ausbauziel im Landkreis Karlsruhe weiter zu verfolgen“, so der Landrat. Leider bedeutet die Abwendung der drohenden Insolvenz von der Deutschen Glasfaser durch neue Geldgeber nicht, dass der gestoppte Ausbau nun weitergeht. „Vielmehr zeigt sich, dass der flächendeckende Ausbau nur mit hohem Engagement der kommunalen Seite gehen wird. Den Fokus – auch des Bundesministeriums – alleine auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau zu setzen, ist spätestens jetzt gescheitert“, wie es Landrat Dr. Schnaudigel zusammenfasste.

Die Gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Überschuss 48.000 Euro. Die steigenden Arbeitslosenzahlen führten zu einer Belebung der Arbeitsgelegenheiten.

Die Kommunalanstalt für Wohnraum im Landkreis Karlsruhe ist für die Bereitstellung von Wohnraum, insbesondere für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig. Da sich die Zahl der aufzunehmenden Flüchtlinge auf einem niedrigen Niveau bewegt, konzentrierte sich die Gesellschaft im Jahr 2025 auf den Rückbau einzelner Unterkünfte und die Sanierung von Bestandsliegenschaften. Es kam nur zu geringfügigen Abweichungen zwischen der Planung und dem Ergebnis für 2025.

Das Gremium erteilte seine Zustimmung, in den jeweiligen Gesellschafterversammlungen die Jahresabschlüsse festzustellen.

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