Mit Antrag des Planfeststellungsverfahrens ist ein Meilenstein für die Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs in Gondelsheim erreichtKlimaschutzprozesse im Landkreis sollen nach der Beendigung des European Energy Awards mit weniger Bürokratie weitergeführt werden Mit einem wichtigen Infrastrukturprojekt befasste sich der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner Sitzung am Donnerstag, 16. Oktober, im Panoramasaal der Albtalverkehrs-gesellschaft in Karlsruhe. Bei der Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs in Gondelsheim wird ein erster Meilenstein erreicht: Der Landkreis Karlsruhe hat nach umfangreichen Planungen und Abstimmungen im August das Planfeststellungsverfahren beim Regierungspräsidium Karlsruhe beantragt. Der Planfeststellungsbeschluss ist Grundlage für das Baurecht und ermöglicht es dem Landkreis, die nächsten konkrete Schritte wie den Grunderwerb oder Ersatz- und Ausgleichsmaßnah-men anzugehen. „Wir haben einen Meilenstein erreicht, aber es liegt noch ein längerer Weg vor uns“, so Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. „Das Verfahren ist äußert komplex. Das Regierungs-präsidium prüft nun die Unterlagen und wir hoffen, im kommenden Jahr mit der Offenlegung der Pläne und dem Erörterungstermin beginnen zu können“, äußerte er seine Einschätzung. Mit der Unterführung sollen die Staus sowie gefährliche Querungen der Gleise während der häufig heruntergelassenen Schranken an der stark befahrenen Gleisstrecke beseitigt werden. Die Kosten für den Bau und Grunderwerb liegen bei rund 45 Mio. Euro und werden überwiegend von Bund, Bahn und Land getragen. Die Anteile des Landkreises und der Gemeinde betragen zum jetzigen Zeitpunkt voraussichtlich 1,0 Mio. €. Das Gremium nahm den Sachstand zur Kenntnis. Auf der Tagesordnung stand als weiterer Punkt die Beendigung des bundesweiten Programms „European Energy Award“ (eea), mit dem der Landkreis Karlsruhe seit dem Jahr 2011 erfolgreich Klimaschutzprozesse betrieben hat. Die Einstellung des Programms durch die Zertifizierungsstelle zum 1. Januar 2026 kam für die Kreise und Kommunen überraschend. „Umso wichtiger ist, dass wir am Thema dranbleiben“, so Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe entwickelt gemeinsam mit der Energieagentur Oberschwaben und in Abstimmung mit dem Verband der regionalen Energieagenturen ein praxistaugliches, unbürokratisches Handlungsinstrument. Dieses landesweite Pilotprojekt trägt den Namen „Zukunftskommune“. Auch davon nahm der Ausschuss Kenntnis. |
| 16.10.2025 |