Spiegelreporter Christoph Reuter ist zu Gast beim Deutsch-Israelischen Freundeskreis im Stadt- und LandkreisBei einem Vortragsabend des Deutsch-Israelischen Freundeskreises im Stadt- und Landkreis referiert Spiegelreporter Christoph Reuter zum Thema „Zu früh für Hoffnungslosigkeit. Was ist los in Syrien?“. Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 28. Oktober, um 19 Uhr, in der Kriegsstraße 100 in Karls-ruhe (ehemaliges Postgirogebäude), im sechsten Obergeschoss. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Christoph Reuter versucht, die besondere Situation des Landes Syrien zu beleuchten. Er referiert über das Handeln der Übergangsregierung, aber auch, welche Rolle militärische Interventionen und Ab-hängigkeiten von anderen Akteuren bedeuten. Es ist zu früh, glaubt der Referent, für Hoffnungslosig-keit. Nach mehr als fünf Jahrzehnten der Diktatur des Assad-Clans in Syrien, nach 13 Jahren eines verheerenden Krieges, rollten vergangenen Dezember die islamistischen Rebellen innerhalb einer Woche fast ohne Widerstand durch bis Damaskus. Fährt man durch jene Gebiete Syriens, wo Anfang des Jahres Racheakte erwartet wurden, trifft man friedliche Dörfer und Städte. Dort ist die Lage weit hoffnungsvoller als erwartet. Das Gesamtbild ist eher ein Kaleidoskop – geprägt von lokalen Initiati-ven, die versuchen, die rechtliche Verfolgung der Täter zu schaffen ohne Rache. Gleichzeitig haben die Gefechte und Massaker in Sweida gezeigt, wie rasch die Lage eskalieren und explodieren kann. Einen raschen Übergang Syriens zu einer normalen Demokratie gab es nicht. Die Menschen formie-ren sich entlang ihrer ethnischen, religiösen Identitäten. Reuter widmet sich auch der Frage, was rea-listisch erwartet werden kann. Eine Anmeldung ist erforderlich per Mail an geschaeftsstelle.difk@landratsamt-karlsruhe.de. |
| 21.10.2025 |