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BeGInNeR-Netzwerk für Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen

Bilanz über drei Jahre interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen

Mit dem 4. Netzwerktreffen BeGInNeR (Begegnungen im Gesundheitswesen – das Interkulturelle Netzwerk der Region Karlsruhe) zog das Landratsamt Karlsruhe am Mittwoch, 22. Oktober, im Städtischen Klinikum Karlsruhe eine Bilanz aus drei Jahren intensiver Arbeit zur interkulturellen Öffnung im Gesundheitswesen. Das vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg geförderte Projekt hat in dieser Zeit wichtige Impulse gesetzt, aber auch gezeigt, dass die Umsetzung im Arbeitsalltag mit großen Herausforderungen verbunden ist. Unter dem Motto „Wir haben doch keine Zeit! Interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen zwischen Anspruch und Alltag“ diskutierten auf dem Podium Staatssekretärin Dr. Ute Leidig MdL, Dr. med. Suna Su Aksay-Gut, Leiterin des Transkulturellen Zentrums, und Antje Siegers, Fachärztin für Kin-der- und Jugendmedizin, gemeinsam mit weiteren Fachkräften über Chancen und Grenzen inter-kultureller Sensibilisierung. Dr. Leidig fasste die Diskussion zusammen: „Wenn wir von interkultu-reller Öffnung sprechen, dann sprechen wir von einer politischen Botschaft und von einem klaren Bekenntnis: Gesundheit darf nicht vom Pass, der Herkunft oder der Sprache abhängen. Offenheit und kultursensible Behandlung schaffen Vertrauen – und steigern die Behandlungsqualität. Inter-kulturelle Öffnung ist deshalb keine Zusatzleistung, sondern eine Investition in Wirksamkeit und Menschlichkeit.“ Ein besonderer Höhepunkt war das Gespräch mit den Gründern des Netzwerks ausländischer Ärzte, Amirhossein Saliminia und Emad Ghossen, die authentische Einblicke in die Erfahrungen internationaler Fachkräfte gaben.

Die Fachstelle Gesundheit und Migration im Landratsamt Karlsruhe wird auch in Zukunft regelmäßig Veranstaltungen zur Förderung kultureller Sensibilität im Gesundheitswesen anbieten. „Die Veranstaltungen zu Themen wie ,Das Gesundheitswesen international‘, in denen ausländische Ärztinnen und Ärzte vom Berufsalltag in ihren Herkunftsländern berichtet haben, waren immer gut besucht und mit vielen Aha-Momenten ein sehr erfolgreiches Angebot unseres Netzwerks,“ zieht Nadja Rückert-Jansen von der Fachstelle ein positives Fazit.

23.10.2025 
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