Mit dem Kreisstraßenprogramm plant der Landkreis Karlsruhe Sanierungen für das Jahr 2026Das Radverkehrskonzept wird überarbeitet Der Erhalt der Infrastruktur für den Straßen- und Radverkehr war zentrales Thema im Ausschuss für Umwelt und Technik des Landkreises Karlsruhe, der am Donnerstag, 18. Dezember, im Lichthof im BGV-Gebäude in Karlsruhe stattgefunden hat. Die Verwaltung informierte über abgeschlossene Erhaltungsmaßnahmen und legte einen Plan für notwendige Arbeiten und Investitionen in 2026 vor. Das Gremium nahm den Sachstand zur Kenntnis. Erneuert wurden im Jahr 2025 Fahrbahndecken an der Kreisstraße 3507 Ortsdurchfahrt Flehingen, an der K3578 Oberhausen – Philippsburg, an der K3581 Rampe Ost Messetunnel sowie an der K3586 Ortsdurchfahrt Zeutern. Investiert wurden in Summe 700.000 Euro. Neben den Kreisstraßen selbst sanierte der Landkreis in Höhe von 1,8 Millionen Euro auch zugehörige Bauwerke: auf der K3505 die DB Brücke Bauerbach, die Messetunnel-Beleuchtung an der K3581 sowie weitere Kleinmaßnahmen. Der Unfallschwerpunkt der Kreuzung K3503/K3506 bei Bretten-Büchig wurde zum Kreisverkehr umgebaut und in diesem Zuge wurden verschiedene Lücken im Radnetz beseitigt, sowie Amphibienleiteinrichtungen und -querungen gebaut. Die Kosten beliefen sich auf drei Millionen Euro, die aber durch eine Landesförderung von rund 1,2 Millionen Euro vermindert werden. Für das Jahr 2026 sind neue Maßnahmen für 2,3 Millionen Euro vorgesehen: Die Erneuerung der Fahrbahndecke an der K3521 Östringen bis Kreisgrenze, an der K3526 Bruchsal bis zur B35, an der K3537 Ortsdurchfahrt Oberhausen, an der K3556 Ittersbach, der K3569 Ortsdurchfahrt Ruit, der K3575 zwischen Bruchsal und Weiher, an der K3576 Bad Langenbrücken sowie an der K3578 Ortsdurchfahrt Oberhausen. Hinzu kommen Bauwerksanierungen in Höhe von 700.000 Euro an der K3553 und an der K3554. Im August 2025 beantragte der Landkreis Karlsruhe zudem beim Regierungspräsidium Karlsruhe die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs im Zuge der K3506 in Gondelsheim. 2026 soll auch der dritte Baubschnitt des Ausbaus der Ortsdurchfahrten in Graben-Neudorf erfolgen. Der Knotenpunkt L559/K3539 bei Weingarten gilt ebenfalls als Unfallschwerpunkt. Vorarbeiten zum Umbau zu einem Kreisverkehrsplatz sollen im Spätjahr 2026 beginnen. 2026 ist zudem die turnusmäßige Erfassung aller Kreisstraßen und zugehörigen Bauwerke vorgesehen, auf deren Grundlage das Erhaltungsprogramm 2027 bis 2031 aufgestellt wird. Daneben nahm das Gremium auch den Radverkehr in den Blick. Die Ergebnisse einer Mobilitätserhebung der Technischen Universität Dresden lieferten Kennzahlen zur Verkehrsplanung und zur Wirkungskontrolle. Sie zeigen einen leicht höheren Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen. Zudem wurden die Fortschreibung und Überarbeitung des Radverkehrskonzeptes begonnen. Das Radnetz wird als gemeinsames Netz des Landkreises und der Städte und Gemeinden verstanden, weshalb diese zur Ermittlung der Bedarfe und Mängel an der Infrastruktur beteiligt wurden. Die Daten werden nun gesichtet, bewertet und Maßnahmen daraus abgeleitet. Darüber hinaus will der Landkreis auch nicht-investive Maßnahmen identifizieren, die einer systematischen Radverkehrsförderung dienen. Der nächste Austausch mit den Städten, Gemeinden sowie dem Land beim „Kreisgespräch Radverkehr“ ist im Frühjahr 2026 vorgesehen. Um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu nutzen, soll unter anderem ein Vorrangnetz mit den Städten und Gemeinden erarbeitet und beispielsweise ein koordinierter Winterdienst erstellt werden. Die jährliche Wartung der wegweisenden Beschilderung sowie die Neubeschilderung der beiden touristischen Routen des Landkreises sind nahezu abgeschlossen. Im Jahr 2026 können dann die Arbeiten für einen Radweg im Zuge der K3506 zwischen Gondelsheim und Neibsheim und der Lückenschluss zwischen Menzingen und der Waldmühle vorangetrieben werden. Seitens des Karlsruher Verkehrsverbundes soll zudem das Leihfahrradsystem 2026 neu ausgeschrieben werden. Dies würde zusammen mit der Stadt Karlsruhe die Chance bieten, das System in einigen Kommunen des Landkreises zu implementieren. Die Gespräche hierzu laufen derzeit. |
| 19.12.2025 |