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Die Planungen zur Weiterentwicklung der Hardtwaldschule gehen auch ohne die Stadt Karlsruhe weiter

Die Hardtwaldschule in Karlsruhe ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Trägerschaft des Landkreises Karlsruhe, das Gebäude steht im Eigentum der Stadt Karlsruhe. Die Schule ist räumlich stark ausgelastet, nachdem sich die Schülerzahlen in wenigen Jahren nahezu verdoppelt haben. Daher findet der Unterricht aktuell auf mehrere Standorte verteilt statt. Da eine Erweiterung am bisherigen Standort in Karlsruhe-Neureut nicht möglich ist, muss ein Neubau an einem anderen Ort geplant werden. Der Verwaltungsausschuss hat sich in der Sitzung am Donnerstag, 16. April, im Panoramasaal der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mit der Zukunft der Hardtwaldschule befasst und zentrale Weichen gestellt. Denn die Stadt Karlsruhe teilte mit, dass sie aus der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zum Betrieb der Schule austreten möchte. Das Gremium beauftragte die Verwaltung nun, eine Auflösungsvereinbarung mit der Stadt zu erarbeiten, den neuen Schulstandort weiterzuentwickeln, die Schulbezirksänderungen vorzubereiten und ein angepasstes Raumprogramm mit dem Regierungspräsidium abzustimmen. Damit verbunden äußerte das Gremium auch die Forderung an das Land Baden-Württemberg, die Lehrerversorgung nachhaltig zu verbessern.

Zur Bündelung aller Standorte ist ein Neubau der Hardtwaldschule inklusive Schulkindergarten in Linkenheim-Hochstetten geplant. Die Inbetriebnahme ist zum Schuljahr 2029/30 geplant. Dem zugrunde liegt der Beschluss des Kreistags aus dem Jahr 2024 zum Neubau und eine Absichtserklärung mit der Gemeinde aus dem Jahr 2025. Durch den geplanten Ausstieg der Stadt Karlsruhe wird der neue Standort künftig ohne Karlsruher Schülerinnen und Schüler konzipiert. Aktuell besuchen 78 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis und 19 aus Karlsruhe die Schule.
Mit dem Ausstieg der Stadt entfällt die gemeinsame Trägerschaft. Eine Erstattung über rund 3,07 Millionen Euro für Investitionen von der Stadt steht aus. Karlsruher Schülerinnen und Schüler sollen künftig überwiegend an die Albschule Karlsruhe wechseln. Übergangs- und Härtefallregelungen sind vorgesehen.

Für den neuen Standort in Linkenheim-Hochstetten wird mit weiter steigenden Schülerzahlen gerechnet: Die Prognose für 2029/30 liegt bei circa 95 Schülerinnen und Schülern und damit 16 Klassen. Zusätzlich sollen durch Schulbezirksanpassungen andere Schulen wie die Karl-Berberich-Schule in Bruchsal und die Paula-Fürst-Schule in Oberderdingen entlastet werden. Eine Herausforderung in Anbetracht der steigenden Zahlen ist besonders die Lehrerversorgung. Aktuell kommt es bereits zu Unterrichtsausfällen aufgrund von Personalmangel. Der Landkreis Karlsruhe fordert daher das Land Baden-Württemberg aus, mehr Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen zur Verfügung zu stellen, eine langfristige Personalstrategie aufzubauen und eine bessere finanzielle Unterstützung zu etablieren.

17.04.2026 
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