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Die Sanierung der Gartenschule Ettlingen und der Umzug in die Interimslösung werden vorbereitet

Schülerzahlen in den Sozialpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren steigen weiter an

In der Gartenschule Ettlingen wird nicht nur der Raum für die Schülerinnen und Schüler knapp. Auch der Zustand des Gebäudes ist sanierungsbedürftig. Diesen Umstand hatte der Kreistag des Landkreises Karlsruhe bereits im Jahr 2019 zum Anlass genommen, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen, die den Umfang der Sanierungsmaßnahmen und deren Umsetzbarkeit während des laufenden Schulbetriebs untersucht hat. Im Jahr 2021 beschloss der Kreistag die Generalisierung. Aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen wurde das Vorhaben 2023 um einen geplanten Erweiterungsbau ergänzt. Der Kreistag stimmte in seiner Sitzung am 02.05.2024 der Sanierung und Erweiterung der Gartenschule mit einem Gesamtbudget in Höhe von 18 Millionen Euro zu. Er beauftragte die Verwaltung, die weiteren Schritte für den Baubeschluss einzuleiten und die dafür notwendigen Planer zu beauftragen. Auch muss eine Interimslösung gefunden werden, da eine Sanierung bei zeitgleicher Aufrechterhaltung des Schulbetriebs nicht möglich sein wird.

Für den Übergangszeitraum soll hierzu das leerstehende Gebäude der AVG auf dem Elba-Gelände im Gewerbegebiet der Stadt Ettlingen genutzt werden. Die Zustimmung zur Nutzungsänderung des Bestandsgebäudes wurde von der Stadt in Aussicht gestellt. Auf dieser Grundlage wurde ein Zeitplan aufgestellt, der einen Umzug in das Interim 2025 und einen Rückzug in die sanierte und erweiterte Gartenschule in den Sommerferien 2027 ermöglicht. Damit wird sichergestellt, dass das Bauvorhaben nicht der Weiterentwicklung des Elba-Geländes im Wege steht. Für das Interim wird mit Kosten von rund 3,3 Millionen Euro gerechnet.

Im Schuljahr 2022/23 wurden an der Gartenschule 80 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, mit der Erweiterung um zwei Klassen erhöht sich diese künftig auf 92. Nach der Sanierung und der Erweiterung stehen in der Gartenschule auf rund 2.457 Quadratmetern Bruttogeschossfläche elf Klassenräume, fünf Förderräume, eine Lehrküche, ein Werkraum sowie eine Ausgabeküche zur Versorgung der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Durch den Einbau eines Aufzugs entsteht eine barrierefreie Erschließung für die Schule.

Aber auch die weiteren beruflichen Schulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) in Trägerschaft des Landkreises Karlsruhe waren Thema im Kreistag. Das Gremium beschloss den Schulentwicklungsplan 2024-2028. Dieser zeigt Ziele und Handlungsschwerpunkte für die insgesamt acht Schulen und sechs SBBZ auf und soll als Leitfaden dienen besonders mit Blick auf die Entwicklung der Schülerzahlen. Der Ausbau der Angebote, ihre Sicherstellung über die kommenden Jahre hinweg aber auch Themen wie die weitere Digitalisierung der Schulen werden in dem Plan aufgegriffen und erarbeitet. Durch den erst vor Kurzem beschlossenen Ausbau des Bildungsgangs AVdual konnte der Landkreis beispielsweise erreichen, dass der Übergang in Ausbildung und schulische Weiterbildung für schwächere Schülerinnen und Schüler maßgeblich verbessert wird. Dadurch wird auch im weiteren Verlauf die Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt gesteigert.

Eine große Herausforderung bleiben der starke Anstieg der Schülerzahlen von durchschnittlich 40 Prozent in den letzten zehn Jahren in allen SBBZ und der gesetzliche Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung, der ab dem Schuljahr 2026 für Schülerinnen und Schüler der Grundstufe an den SBBZ besteht. Um dies organisatorisch, logistisch und räumlich umsetzen zu können, erfordert es einen ausreichenden zeitlichen Vorlauf für die Planungs- und Umsetzungsphase.

03.05.2024 
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