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Die Einwohnerinnen und Einwohner im Landkreis Karlsruhe trennen ihren Müll nachhaltig

Der Geschäftsbericht des Abfallwirtschaftsbetriebs belegt ein postitives Fazit

Die Einwohnerinnen und Einwohner im Landkreis Karlsruhe haben im Jahr 2023 ein hohes Umweltbewusstsein durch eine überdurchschnittlich gute Abfalltrennung bewiesen. Auch die zahlreichen Verwertungsangebote wurden rege genutzt. Dieses Fazit stellte der Abfallwirtschaftsbetrieb in seinem Geschäftsbericht am Donnerstag, 10. Oktober, im Lichthof des BGV in Karlsruhe gegenüber dem Ausschuss für Umwelt und Technik, der zugleich Betriebsausschuss für den Abfallwirtschaftsbetrieb ist, vor. Durch eine sortenreine Trennung können die Abfälle stofflich und energetisch verwertet werden.

Die Abfallmenge aus privaten Haushalten ist 2023 weiter gesunken. Ein Rückgang ist insbesondere bei den Restmüllmengen festzustellen. Durch die zusätzlich getrennte Bioabfallsammlung wurden auch 2023 weniger organische Abfälle über die Restmülltonne entsorgt als in den Jahren vor 2021. Im Landkreis fielen 2023 rund 84 Kilogramm Restmüll pro Einwohner an. Gleichzeitig entstanden Bioabfälle in Höhe von rund 32 Kilogramm pro Einwohner. Betrachtet man die Mengen an Bio- und Grünabfall zusammen, liegt der Landkreis Karlsruhe mit 146,5 Kilogramm pro Einwohner an organischen Abfällen weit über dem Durchschnitt im gesamten Bundesland. Gleichzeitig ist die Menge des Wertstoffgemischs seit einigen Jahren auf einem hohen Niveau – im Jahr 2023 mit insgesamt 139 Kilogramm pro Einwohner. Auch in diesem Bereich ist der Landkreis Vorbild beim Sammeln und Trennen von Müll und liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb ist ebenfalls darum bemüht, die Sam-melmengen von Elektroaltgeräten zu erhöhen. Nach einem Anstieg bis ins Jahr 2020 auf 5,2 Kilogramm pro Person ist die Menge an Elektroaltgeräten seit 2021 aber wieder gesunken. Beim Sperrmüll wiederum liegt der Landkreis mit 21 Kilogramm pro Einwohner über dem Schnitt der gesamten Stadt- und Landkreise.

Die im Landkreis angefallenen Abfälle aus Haushalten und aus dem Gewerbe, ohne Bauabfälle, werden inzwischen zu zwei Dritteln stofflich und zu einem Drittel energetisch verwertet. Die Deponierung spielt dagegen fast keine Rolle mehr – außer beim Bodenaushub, der auf den Erdaushubdeponien der Städte und Gemeinden und auf der Kreiserdaushubdeponie in Karlsbad-Ittersbach abgelagert wurde. 2023 lag die Menge bei 107.516 Tonnen. Die Menge an mineralischen Abfällen, die dem Landkreis noch zur Beseitigung überlassen wurde, war auch im Jahr 2023 mit rund 1.082 Tonnen sehr gering. Diese Abfälle wurden auf der Deponie Hamberg des Enzkreises angeliefert, der seit Mitte 2005 die Beseitigung dieser Abfälle aus dem Landkreis Karlsruhe übernommen hat.

Zusätzlich wurden im Jahr 2023 durch die energetische Verwertung von Abfällen 27.100 Megawattstunden Strom und 76.100 Megawattstunden Wärmeenergie für Fernwärmenetze erzeugt. Mit der Vergärung von Bioabfällen wurden weitere 1.000 Megawattstunden Strom produziert. Mit der gewonnenen Energie konnten circa 8.000 Haushalte mit Strom versorgt und für etwa 4.350 Einfamilienhäuser der Wärmebedarf gedeckt werden. Außerdem wurden zur industriellen Verwendung rund 44.200 Megawattstunden Prozessdampf zur Verfügung gestellt und zusätzlich rund 3.600 Tonnen Heizöl durch Ersatzbrennstoffe substituiert sowie über 5.000 Megawattstunden Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist.

Die Leistungsvergaben im Jahr 2022 sowie die zweijährige Kalkulation 2023/2024 zeigen, dass im Bereich der Abfallwirtschaft mit steigenden Kosten zu rechnen ist, insbesondere aufgrund neuer Auflagen und Abgaben. Im Laufe der nächsten Monate werden daher sowohl das Abfallwirtschaftskonzept als auch das abfallwirtschaftliche Angebot an aktuelle rechtliche und tatsächliche Entwicklungen angepasst. Zuletzt wurde das Abfallwirtschaftskonzept mit der Einführung der getrennten Bioabfallsammlung fortgeschrieben.

11.10.2024 
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