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Die Anforderungen in der Integrierten Leitstelle Karlsruhe wachsen

Der Ausschuss für Umwelt und Technik empfiehlt zusätzliche Personalstellen zur Stärkung

Die Telefonie- und Einsatzzahlen in der Integrierten Leitstelle Karlsruhe (ILS) bleiben weiterhin sehr hoch. Gleichzeitig fordert die neue Technik einen größeren Schulungs- und Betreuungsaufwand beim Personal. Bereits jetzt arbeiten über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Träger Landkreis Karlsruhe, Stadt Karlsruhe und Deutsches Rotes Kreuz gemeinsam in der ILS. Dennoch kommt das System mit seinen personellen Ressourcen an seine Grenzen. Stefan Sebold, Leiter der ILS, und Kreisbrandmeister Jürgen Bordt haben daher im Ausschuss für Umwelt und Technik, der am Donnerstag, 10. Oktober, im Lichthof des BGV in Karlsruhe stattfand, über den aktuellen Sachstand berichtet. Um den Aufgaben gerecht werden zu können, empfahl das Gremium dem Kreistag, 2,5 zusätzliche Stellen im Stellenplan des Kreishaushalts für 2025 zu berücksichtigen.

Die Integrierte Leitstelle Karlsruhe ist für die Notrufannahme und Einsatzdisposition von Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz im Stadt- und Landkreis Karlsruhe zuständig. Mit einem Einzugsbereich von über 760.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist sie die größte Leitstelle ihrer Art in Baden-Württemberg. Die Telefoniezahlen, darunter eingehende Anrufe auf der Notrufnummer 112 und der 19222 für den Krankentransport, lagen 2023 bei insgesamt rund 470.000 Anrufen.

Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet zwar neue Möglichkeiten zur Verarbeitung von Daten und Informationen, dadurch ergeben sich aber auch eine Vielzahl an neuen Schnittstellen und die Betreuung der IT-Technik und die Datenversorgung werden dadurch aufwändiger. Notrufe werden neben dem klassischen Telefonanruf zunehmend über neue Wege an die ILS übermittelt. Dazu zählen beispielsweise die Notruf-App „Nora“ oder E-call-Systeme in Fahrzeugen. Das verursacht einen hohen Unterhaltungs- und Schulungsaufwand. Daher steht die Ausstattung mit einer einheitlichen Technik durch das Land im Raum, um die Zusammenarbeit der Leitstellen im Land, aber auch die Kosten zu optimieren. Zeitpunkt und Inhalt einer landesweiten Lösung sind derzeit jedoch nicht absehbar. Für den Fall, dass die ILS ausfällt, um weitere Kapazitäten zu schaffen, und für die Ausbildung wurde die Redundanz-Leitstelle in Bruchsal in Betrieb genommen.

11.10.2024 
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