Suchtprävention in Vereinen
Bedeutung des Jugendschutzes im Vereinsleben
Im Bereich des Jugendschutzes und Suchtprävention haben Vereine eine wichtige Verantwortung. Sie vermitteln einerseits Schlüsselkompetenzen wie Teamgeist und Leistungsbereitschaft, andererseits wird Konsumverhalten im Vereinsalltag vorgelebt. Bezugspersonen im Verein können wesentlich dazu beitragen, dass Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln entwickeln.
Dies stellt eine besondere Herausforderung für Jugendbetreuer und Jugendbetreuerinnen sowie Trainer und Trainerinnen dar, die zugleich viele Fragen aufwirft. Dementsprechend muss Suchtprävention als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden und wahrgenommen werden.
Das trägerübergreifende Präventionsteam im Landkreis Karlsruhe hat im Rahmen der Präventionskampagne „Wegschauen ist keine Lösung“ ein Zertifizierungsverfahren für Vereine entwickelt, um für die lokale Umsetzung des Jugendschutzes als Teil der Suchtprävention im Verein zu werben. Inzwischen konnten über 1200 Zertifikate unter dem Label „Verein aktiv im Jugendschutz“ an Vereine im Landkreis ausgestellt werden.
Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen ist allgegenwärtig, vor allem im Freizeitbereich und somit auch im Vereinsleben. Dies stellt eine besondere Herausforderung für Jugendbetreuer und Jugendbetreuerinnen sowie Trainer und Trainerinnen dar, die zugleich viele Fragen aufwirft. Vereine übernehmen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Sie vermitteln den Kindern und Jugendlichen neben den sportlichen Fertigkeiten wichtige soziale Werte und Einstellungen, wie zum Beispiel Teamgeist, Zusammengehörigkeit, gegenseitige Rücksichtnahme, gemeinsames Gewinnen und Verlieren, sich für den anderen anstrengen etc.
Im Bereich des Jugendschutzes und Suchtprävention haben Vereine eine wichtige Verantwortung. Sie vermitteln einerseits Schlüsselkompetenzen wie Teamgeist und Leistungsbereitschaft, andererseits reflektieren sie ihre Vorbildfunktion beim Trinken und Rauchen oft nur unzureichend bzw. sind sich ihrem eigenen Einfluss nicht bewusst.
Suchtprävention ist dann besonders wirksam, wenn sie als Gemeinschaftsaufgabe wahrgenommen wird und von vielen Gruppen und Institutionen wie zum Beispiel Familie, Schule, Verein oder Gemeinde wahrgenommen wird. Eltern, aber auch andere Bezugspersonen außerhalb der Familie können wesentlich dazu beitragen, dass Kinder Schutzfaktoren gegen Sucht bzw. einen verantwortungsvollen Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln entwickeln.
Projekt „7 aus 14 – Vereine aktiv in Suchtprävention und Jugendschutz"
Mit dem Projekt »7 aus 14 - Vereine aktiv in Suchtprävention und Jugendschutz« erhalten Vereinsverantwortliche im Rahmen einer Zertifizierungsschulung Informationen zu Suchtprävention Jugendschutz und den rechtlichen Grundlagen im Vereinsalltag.
Ziel ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit legalen Konsummitteln, insbesondere Alkohol, sowie die Förderung einer Kultur des Jugendschutzes im Vereinsleben.
Nach erfolgreicher Teilnahme und Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen erhalten die Vereine das Zertifikat "Verein aktiv in Suchtprävention und Jugendschutz“.
Um sich zertifizieren zu lassen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
1. Schulung durch die Suchtberatungsstellen
Mindestens eine verantwortliche Person des Vereins nimmt an einer Zertifizierungsschulung teil. Die Zertifizierungsschulungen werden durch unsere Suchtberatungsstellen durchgeführt. Für den mittleren und nördlichen Landkreis schult der bwlv (Baden-Württembergischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation) und für den südlichen Landkreis der agj (Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e. V.).
2. Checkliste „7 aus 14“
Der Verein setzt mindestens sieben der vierzehn Zertifizierungskriterien um. Hier kann die Checkliste zum Ausfüllen abgerufen werden: Zur Checkliste
3. Einreichung der Unterlagen
Die ausgefüllte Checkliste wird beim Landkreis Karlsruhe eingereicht.
4. Erhalt der Zertifizierung
Nach erfolgreicher Prüfung erhält der Verein die Zertifizierung.
Mobile alkoholfreie Cocktailbar
Gemeinsam mit dem Kreisjugendring wurde eine mobile alkoholfreie Cocktailbar beschafft und gestaltet: Die „Blu:Bar“. Die Bar soll zertifizierten Vereinen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, um den Genuss von alkoholfreien Alternativgetränken attraktiver zu machen. Zu den Buchungsmöglichkeiten