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Infektionsschutz

Sie wollen mehr über die Vorbeugung gegen ansteckende Krankheiten erfahren? Sie möchten wissen, wie Sie sich verhalten müssen, wenn Sie davon betroffen sind? Sie sind Arzt und verpflichtet, Erreger oder Erkrankungen zu melden? Sie arbeiten in einer Gemeinschaftseinrichtung (Kindergarten, Schule, etc.) und wollen wissen, welche Krankheiten Sie melden müssen und wie Sie sich zu verhalten haben?

Wir liefert Ihnen gern die gewünschten Informationen. Wir erfassen meldepflichtige Krankheiten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) die uns von Labormedizinern oder behandelnden Ärzten gemeldet werden müssen. Danach ermitteln wir die Infektionsquelle und leiten geeignete Vorbeugemaßnahmen zum Schutz der Betroffenen und ihrer Umgebung ein. Natürlich erhalten Sie zu diesen und verwandten Themen auch Beratung ohne konkreten Anlass.

Information zu Affenpocken

Allgemeine Informationen

Seit Mai 2022 treten in Europa und auch in Deutschland Fälle von Affenpocken auf. Die Betroffenen erkranken in der Regel nicht schwer.

Die Erkrankung Affenpocken ist eine Virusinfektion, das Affenpockenvirus ist mit Menschenpocken- und Kuhpockenviren verwandt.

In Ländern mit weiter Verbreitung der Affenpocken können sich Menschen durch Kontakt zu Tieren, die das Virus in sich tragen, anstecken.

Von Mensch zu Mensch werden die Viren vor allem durch engen und längeren Haut-zu-Hautkontakt übertragen, hauptsächlich über die durch die Erkrankung entstehenden Hautveränderungen (Ausschlag, Bläschen, Pusteln, Wunden, Schorf).

Die Inkubationszeit (Zeitraum von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung) kann 5 bis 21 Tage betragen, aber auch kürzere Inkubationszeiten von 1 bis 4 Tagen sind möglich.

Allgemeine Symptome können Fieber-, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten sein. Es entwickeln sich teilweise sehr schmerzhafte Hautveränderungen in Form von Flecken und Pusteln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen. Der Ausschlag tritt vor allem an Gesicht, Handflächen und Fußsohlen auf. Es sind jedoch auch Haut- und Schleimhautveränderungen an Mund, Genitalien und Augen möglich.

Bei einer Infektion sollte sich die erkrankte Person ab Auftreten der ersten Krankheitszeichen für mindestens 21 Tage isolieren, die Isolation endet jedoch erst, wenn der Ausschlag vollständig abgeheilt ist und alle Krusten abgefallen sind.

Bei einem Verdacht auf Affenpocken,z. B. nach engem Kontakt mit einer Person, die sich mit Affenpocken angesteckt hat, sollte man das Gesundheitsamt kontaktieren.

Bei Verdacht auf Affenpocken gibt es die Möglichkeit einer Impfung:

Die Hausarztpraxis Marianne Difflipp-Eppele in Karlsruhe-Durlach bietet ab Montag, den 12. September 2022 Impfungen gegen Affenpocken an. Aufgrund der Impfstoffknappheit sollen zunächst nur Menschen geimpft werden, die einer Hochrisikogruppe wie PrEP-verwendende MSM, MSM+HIV oder MSM+Immunsuppression angehören.

Allgemeinarztpraxis Difflipp-Eppele

Es ist nur eine elektronische Anmeldung möglich.

Weitere Informationen

Informationen zum Coronavirus

1. Zahlen, Daten und Fakten

2. Häufig gestellte Fragen 

Viele Fragen lassen sich bereits durch unsere FAQ, auch in englischer Version verfügbar, beantworten:

FAQ des Gesundheitsamtes zu SARS-CoV-2 (deutsche Version)

FAQ Health Departement on SARS-CoV-2 (english version)

Haben Sie noch Fragen zum Coronavirus, die sich anhand unserer FAQ und der Homepage nicht erklären lassen, dann nutzen Sie unser Online-Kontaktformular:

3. Rechtsgrundlagen und wichtige Informationen

Aktuelle Corona-Verordnung Baden-Württemberg

Änderungen zum 31. Januar:

Die Maskenpflicht für Baden-Württemberg entfällt unter anderem im öffentlichen Personennahverkehr sowie für Personal in Arztpraxen. Weiter Infos können der Webseite des Sozialministeriums entnommen werden.

Unabhängig von den rechtlichen Vorgaben wird weiterhin empfohlen, eine Maske zu tragen. Dies gilt insbesondere für vulnerable Personen sowie in geschlossenen Räumlichkeiten.

Aktuelle Corona-Regelungen auf einen Blick

Corona-Verordnung "Absonderung" 

Aktuelle Verordnung:

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium änderte zum 16. November die Corona-Verordnung Absonderung.

Wesentliche Punkte sind:

  • Positiv getestete Personen (PCR- oder Schnelltestergebnis) sind verpflichtet, sich in Absonderung zu begeben. Eine Ausnahme von der Pflicht zur Absonderung gilt:

- für Kinder, die noch nicht eingeschult sind

- wenn im Freien mehr als 1,5 m Abstand zu anderen Personen eingehalten wird

- bei Kontakt ausschließlich zu anderen positiv getesteten Personen

- sofern dies zum Schutz von Leben oder Gesundheit, insbesondere bei
medizinischen Notfällen oder notwendigen Arztbesuchen oder aus anderen
gewichtigen Gründen, zwingend erforderlich ist

- Sofern verpflichtend und durchgängig eine medizinische Maske oder eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) getragen wird (absonderungsersetzende Maßnahmen):

  1. in Innenräumen, sofern ein physischer Kontakt zu anderen, nicht dem eigenen Haushalt angehörigen, Personen nicht ausgeschlossen ist
  2. im Freien, sofern ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.
  • Die Absonderung endet fünf Tage nach dem Erstnachweis des Erregers. Wurde der Erstnachweis des Erregers mittels Schnelltest vorgenommen, endet die Absonderung bereits mit dem Vorliegen eines zeitlich darauffolgenden negativen PCR-Testergebnisses.
  • In medizinischen, pflegerischen und weiteren Einrichtungen gelten weiterhin höhere Schutzstandards.


Bei Unklarheiten nehmen Sie gerne Kontakt mit dem Gesundheitsamt über unser Kontaktformular oder per E-Mail: infektionsschutz@landratsamt-karlsruhe.de auf.


Coronaschutzimpfung - Termine und Infos

Impftermine für die Corona-Schutzimpfung ab Herbst können in Baden-Württemberg ab dem 19. September 2022 über das Impfportal des Landes vereinbart werden. Die niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte sowie weitere Impfstellen im Land stellen dort in den kommenden Wochen freie Termine ein. Zeitgleich soll es – beispielsweise für Menschen ohne Internetzugang – auch die Möglichkeit geben, über eine Telefon-Hotline (Rufnummer: 0800 282 272 91) kostenfrei Termine zu vereinbaren.

Weitere Infos können der Pressemitteilung des Sozialministeriums vom 08.09.22 entnommen werden. 

Weitere Infos rund ums Thema "Coronaschutzimpfung" stellt das Land unter www.dranbleiben-bw.de zur Verfügung.

Weiterführende Informationen:

https://www.zusammengegencorona.de/impfen/impfstoffe/



Auslaufen der Einrichtungsbezogenen Impfpflicht nach § 20a Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Hinweis:
Alle vor dem 01. Januar 2023 eingeleiteten und noch laufenden Verwaltungsverfahren befinden sich trotz dem Auslaufen der Einrichtungsbezogenen Impfpflicht bis zu einem Abschluss noch in Bearbeitung.

Entsprechend des mit Ablauf des 31. Dezember 2022 außer Kraft getretenen § 20a Infektionsschutzgesetz (IfSG) bestand für Personen, die in den dort aufgeführten Einrichtungen tätig waren, eine Nachweispflicht über einen Schutz gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Diese Personen mussten der jeweiligen Einrichtungs-/ Unternehmensleitung folgendes vorlegen:

    • einen Impfnachweis nach § 22a Absatz 1 IfSG oder
    • einen Genesenennachweis nach § 22a Absatz 2 IfSG oder
    • ein ärztliches Zeugnis darüber, dass sich die Person im ersten Schwangerschaftsdrittel befinden oder
    • ein ärztliches Zeugnis darüber, dass die Person auf Grund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden kann.

Lag der Leitung zu den betroffenen Personen am gesetzlichen Stichtag am 15. März 2022 kein oder kein vollständiger Nachweis vor oder bestanden Zweifel an der Echtheit oder inhaltlichen Richtigkeit des Nachweises, so hatte die Leitung der jeweiligen Einrichtung/ Unternehmen unverzüglich das Gesundheitsamt, in dessen Bezirk sich die jeweilige Einrichtung befindet, darüber zu benachrichtigen (Meldung).

Gemeldete Personen durften bis zu einer Entscheidung der Gesundheitsämter weiterhin tätig bleiben. Personen, die nach dem 16. März 2022 erstmals in der Einrichtung tätig werden sollten, durften dies nur, wenn der Einrichtungsleitung zuvor ein gültiger Nachweis vorgelegt wurde.

Weiterführende Informationen

Informationen für Geimpfte und Genesene

Genesenennachweis/Infektionsnachweis

Der Befund des positiven PCR-Tests gilt als Nachweis. Einen QR-Code für Ihr Handy erhalten Sie in einer Apotheke, wenn Sie den Befund des positiven PCR-Tests dort vorlegen.

Digitalisierung der Impfnachweise

Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit.

Verdienstausfallentschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) enthält Entschädigungsansprüche für diejenigen, die von einem Tätigkeitsverbot oder einer Absonderungspflicht betroffen sind und einen Verdienstausfall erlitten haben. Seit der am 16. November 2022 in Kraft getretenen Corona Verordnung absonderungsersetzende Maßnahmen steht ein solcher Entschädigungsanspruch nur noch Beschäftigten in medizinisch-pflegerischen Einrichtungen, Massenunterkünften sowie Justizvollzugsanstalten zu, die einem Tätigkeitsverbot unterliegen.

Bei Arbeitnehmern erfolgt die Antragstellung durch den Arbeitgeber. Dieser hat den Entschädigungsanspruch in Vorleistung an den Arbeitnehmer auszubezahlen. Die zuständige Behörde für die Bearbeitung von Entschädigungsansprüchen nach §§ 56, 57, 58 IfSG ist das Gesundheitsamt der Stadt Mannheim. Auf die Antragstellung hat der Zuständigkeitswechsel keine Auswirkungen. Anträge werden weiterhin über das ländergemeinsame Online-Portal eingereicht. Betroffene finden dort weitere Informationen sowie die genauen Anspruchsvoraussetzungen.

Sofern Sie Ihren Entschädigungsantrag nach §§ 56 ff. IfSG an das Gesundheitsamt Karlsruhe gerichtet haben, werden wir diesen an die zuständige Behörde weiterleiten.

FAQ zu den Entschädigungsverfahren (Landesportal Baden-Württemberg):

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Entschädigungen wegen Absonderung und Kinderbetreuung

Verordnung der Landesregierung zur Form der Antragstellung nach den §§ 56 bis 58 des Infektionsschutzgesetzes sowie Begründung: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/verordnungen/#c124504

4. Häufig gestellte Fragen und Antworten ans/des Gesundheitsamt/es

Informationen für Erkrankte

  • Vermeiden Sie, soweit es, geht den Kontakt zu den anderen in Ihrem Haushalt lebenden Personen.
  • Waschen Sie sich regelmäßig gründlich die Hände und Husten oder Niesen Sie in die Armbeuge.
  • Kontaktieren Sie einen Arzt, wenn Vorerkrankungen bestehen oder Ihre Beschwerden schlimmer werden (Atemnot, hohes Fieber etc.) Wenn Sie einen Arzt benötigen, nehmen Sie bitte zunächst telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf. Ist dieser nicht erreichbar, wenden Sie sich an die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes unter 116 117.
  • In akuten Notfällen rufen Sie bitte den Notruf unter 112.
Wenn Sie Fragen zu Ihrem positiven Testergebnis haben, nehmen sie Kontakt mit dem Gesundheitsamt über unser Kontaktformular oder unter:infektionsschutz@landratsamt-karlsruhe.de auf.

Positiv getestet und was nun?

Ist ein Coronatest positiv, meldet sich das Gesundheitsamt nicht mehr in jedem Fall bei den betroffenen Personen. Dennoch gilt die aktuelle “Corona-Verordnung “Absonderung“. Bitte informieren Sie Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige über Ihr positives Testergebnis. 

Viele Fragen lassen sich bereits durch unsere FAQ, auch in englischer Version verfügbar, beantworten:

FAQ des Gesundheitsamtes zu SARS-CoV-2 (deutsche Version)
FAQ Health Departement on SARS-CoV-2 (english version)

Sollten Sie dennoch Fragen zum Coronavirus haben, die bisher nicht beantwortet werden konnten, nutzen Sie unser Online-Kontaktformular.

Als weitere Kontaktmöglichkeiten können Sie sich per Mail an: infektionsschutz@landratsamt-karlsruhe.de.

Wer wird getestet und wo kann ich mich testen lassen?

Änderungen zum 16.01.2023:

Der Bund schränkt das Angebot an kostenlosen Corona-Bürgertests mit Inkrafttreten der neuen Testverordnung weiter ein. Zum sogenannten Freitesten nach einer Infektion mit Bescheinigung sind Schnelltests ab 16. Januar nicht mehr gratis.

Für medizinisches Personal, das sich vor einer Wiederaufnahme der Tätigkeit testen lassen muss, besteht aber weiter Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest. Generell gratis bleiben Bürgertests von Teststellen bis 28. Februar unter anderem auch für alle Besucher von Kliniken und Pflegeheimen.

Weitere Informationen zur neuen Testverordnung sind auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums abrufbar.

Die häufigsten Fragen und Antworten zu den Corona-Tests sind auf der Webseite der Bundesregierung zusammengefasst.

Grundsätzliches:

Bei Krankheitssymptomen wie Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen etc., die auf eine akute COVID-Infektion hindeuten, sind Testungen nur durch Ärzte möglich. Fragen Sie zunächst Ihren Haus- oder Kinderarzt, ob er Sie testet. Falls dieser keine Testung durchführt, wählen Sie die bundesweite Rufnummer der Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigungen 116 117 für weitere Informationen. Sie sollten bis zum Erhalt des Ergebnisses Kontakte bestmöglich meiden.
Die Kostenübernahme für PCR-Tests (z. B. nach positivem Schnelltest) durch den ÖGD (öffentlichen Gesundheitsdienst) erfolgt nur bei Entnahme an Teststellen, die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) gelistet sind und mit der KV abrechnen.

Teststellen

Über den nachfolgenden Link haben Sie die Möglichkeit, eine Onlinekarte zu Teststellen, auch für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe sowie entsprechende Angebote von Apotheken aufzurufen. 

Teststelle-Registrierung

Im Rahmen seines gem. § 6 Abs. 2 Satz 1 TestV pflichtgemäß auszuübenden Ermessens hat das Gesundheitsamt des Landratsamtes Karlsruhe als zuständige Behörde des öffentlichen Gesundheitsdienstes entschieden, vorläufig keine weiteren Beauftragungen von Leistungserbringern gem. § 6 Abs. 2 TestV auszusprechen.


Wie erhalte ich eine Quarantäne-Bescheinigung?

Gemäß der neuen Corona-Verordnung Absonderung stellen die Ordnungsämter keine
Absonderungsbescheinigungen mehr aus. Für das Entschädigungsverfahren müssen sie über ihren Arbeitgeber das positive Testergebnis einreichen. Für den Zeitraum ihrer Absonderung kann dieser eine Entschädigung beim Regierungspräsidium nach dem Infektionsschutzgesetz (§§ 56, 57 und 58 Infektionsschutzgesetz) beantragen.


5. Landesportal:

Fragen zum Thema Coronavirus in Baden-Württemberg – zu Infektionszahlen, der Rechtsverordnung und anderes beantwortet auch der Digitale Ansprechpartner:

6. Weitere Informationen

Alltags-Tipps in der Corona-Pandemie

Das Robert Koch-Institut hat eine Übersicht mit Tipps im Alltag zum Verhalten während Zeiten mit erhöhtem Vorkommen akuter Atemwegserkrankungen erstellt.

Flyer: Verhaltenstipps Covid-19 und Grippe

Corona-Warn-App

Corona-Warn-App

Personen, die über die Corona-Warn-App die Informationen erhalten, dass sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten, haben keinen Anspruch auf eine Testung. Wenn eine Warnmeldung in der Corona-Warn-App angezeigt wird, ist es trotzdem sinnvoll, sich selbst zu testen. So können Infektionsketten unterbrochen werden. Dafür können Selbsttests genutzt werden, die im Einzelhandel erhältlich sind.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Download finden Sie auf der Homepage der Bundesregierung.

Bei weiteren Fragen verwenden Sie unser Kontaktformular oder schreiben uns eine Email: infektionsschutz@landratsamt-karlsruhe.de

Erklärung zur Corona-Warn-App in Gebärdensprache und Leichter Sprache

Informationen und Formulare für Ärzte

Hinweis des Gesundheitsamtes:

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Verdachtsfälle, die getestet werden, sollten am Besten über unser Portal online eingepflegt werden.
Dies erfordert bei der ersten Meldung eine einmalige Registrierung und dann bei jeder Meldung die Eingabe der erforderlichen Daten über das Portal statt des bisherigen Ausfüllens des Fax-Fragebogens.

Vielen Dank für Ihren großen Einsatz!!
1. Anmeldung im Portal des Gesundheitsamts:

Anleitung Ärzte Portal

2. Meldeformular bei Verdacht, klinischer Diagnose und Tod:

Bitte unbedingt die Anschrift , den Namen und ggf. den Praxisstempel der meldenden Ärztin/ des meldenden Arztes angeben

Und, wenn bekannt, die Telefonnummer und die Mailadresse der betroffenen Person

Corona Meldeformular nach §6 IfSG

Corona Meldeformular zur Hospitalisierung nach §6 IfSG

Faxnummer: 0721 936 82998

E-Mail: infektionsschutz@landratsamt-karlsruhe.de

3. Meldeformular bei Impfkomplikationen:

Schwerwiegende sogenannte unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) nach Impfungen sind sehr selten. Nach § 6 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der Verdacht einer über das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung namentlich meldepflichtig. Die Meldung erfolgt vom Arzt an das Gesundheitsamt. Die Gesundheitsämter sind nach § 11 Abs. 4 IfSG verpflichtet, die gemeldeten Verdachtsfälle der zuständigen Landesbehörde und der zuständigen Bundesoberbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut, im Einklang mit den Bestimmungen des Datenschutzes in pseudonymisierter Form (personenbezogene Angaben sind unkenntlich zu machen) zu melden.

Meldeformular: Verdacht einer Impfkomplikation nach Idem Infektionsschutzgesetz

Nebenwirkungsmeldung durch betroffene Personen:  Seit dem 02.10.2012 ist die Online-Meldung von Nebenwirkungen durch betroffene Personen und deren Angehörige möglich.

4. Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung:

https://www.kvbawue.de

5. Antigentests:

Die Tests sind über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller zu beziehen. Welche PoC-Antigen-Tests zugelassen sind, veröffentlicht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Hinweis: Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Rettungsdienste müssen vor der eigenverantwortlichen Beschaffung und Nutzung keinen Antrag an das Ministerium für Soziales und Integration stellen.

Bescheinigung über das Vorliegen eines negativen oder positiven Antigentests

6. Informationen der Ärztekammer:

Homepage

Wir möchten  darauf hinweisen, dass sich die E-Mail Adresse der Ärzteschaft Karlsruhe geändert hat: aerzteschaft-karlsruhe@baek-nb.de

7. Informationen zu Long Covid:

AWMF S1 Leitlinie für Fachpersonal (Stand Juli 2021):

https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/020-027l_S1_Post_COVID_Long_COVID_2021-07.pdf

Informationen zu Long Covid

Nach einer Corona-Infektion können bei einer schweren als auch einer leichten COVID-19-Erkrankung oder auch unbemerkten Infektion längerfristige gesundheitliche Folgen entstehen. Hier können Sie sich über mögliche Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion informieren:

Informationen

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/basisinformationen/long-covid-langzeitfolgen-von-covid-19/#c16099

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste_Gesundheitliche_Langzeitfolgen.html

AWMF S1- Patientenleitlinie (Stand November 2021):

https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/020-027p_S1_Post_COVID_Long_COVID_2021-12.pdf


Hilfen

https://longcoviddeutschland.org/

https://www.nakos.de/aktuelles/corona/

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Home/Post-Covid-Themenseite/Post_Covid_node.html

https://www.gesundheits-frage.de/langzeitcovid

 

Langzeitstudie „CogniCovid19“

Forschungsprojekt untersucht kognitive Leistungsfähigkeit nach Corona-Infektion

Möchten Sie einen Beitrag zur Erforschung der Auswirkungen einer Infektion mit SARS-CoV-2 auf die kognitive Leistungsfähigkeit (z. B. Beeinträchtigungen des Arbeits- und Langzeitgedächtnisses) leisten?

Gesucht sind interessierte Personen ab 18 Jahren, die noch nicht positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, als auch Personen, die bereits eine nachgewiesene Infektion überstanden haben. Innerhalb einer groß angelegten Langzeitstudie „CogniCovid19“ will die Fakultät für Angewandte Psychologie der SRH Hochschule Heidelberg (Bereich Kognitive Neurowissenschaften) untersuchen, inwiefern eine Infektion mit SARS-CoV-2 die kognitiven Funktionen verändert. Dabei sollen sowohl die kurzfristigen Beeinträchtigungen unmittelbar nach einer Infektion betrachtet werden als auch die längerfristigen Auswirkungen, die über Monate hinweg bestehen bleiben oder erst mit deutlicher Verzögerung auftreten.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt „CogniCovid19“ finden Sie im Flyer und in der Pressemitteilung der SRH Hochschule Heidelberg.

Wirtschaftsförderung

Informationen zur "Überbrückungshilfe III" sowie zu weiteren Hilfsprogrammen der Bundesregierung erhalten Sie auf der Seite

“Corona-Hilfen der Bundesregierung“.


Masernschutzgesetz

Mitte November 2019 hat der Bundestag das Masernschutzgesetz beschlossen, welches kurz vor Weihnachten auch vom Bundesrat gebilligt wurde.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen müssen. Auch bei der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson muss in der Regel ein Nachweis über die Masernimpfung erfolgen.

Gleiches gilt für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind wie Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal. Auch Asylbewerber/-innen und Flüchtlinge müssen den Impfschutz vier Wochen nach Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft aufweisen.

Generell gilt, dass Personen, die vor 1971 geboren sind, nicht von den Regelungen des Masernschutzgesetzes betroffen sind, da diese Personen als immun nach durchgemachter Masernerkrankung gelten. Des Weiteren sind Personen ausgenommen, die nachweislich aus medizinischen Gründen (Kontraindikation) nicht geimpft werden können.

Wer muss einen Nachweis über ausreichenden Impfschutz oder Immunität gegen Masern vorlegen?

Keine Nachweispflicht besteht für Personen, die vor 1971 geboren sind!

Nachweispflicht besteht für betreute Personen in einer Gemeinschaftseinrichtung für Kinder und Jugendliche, insbesondere in:

  1. Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten
  2. Erlaubnispflichtigen Kindertagespflegen (nach § 43 Abs. 1 des achten Sozialgesetzbuches)
  3. Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen sowie
  4. in Heimen, wenn die Personen dort länger als vier Wochen betreut werden.

Auch Personen (ab Jahrgang 1971), die länger als vier Wochen in Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber/-innen, Spätaussiedler/-innen und Flüchtlingen untergebracht sind, unterliegen der Nachweispflicht.

Beschäftigte, Mitarbeiter/-innen und Ehrenamtliche

Der Nachweispflicht unterliegen alle Beschäftigte (ab Jahrgang 1971) in den oben genannten Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie in Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber/-innen, Spätaussiedler/-innen und Flüchtlinge.

Ebenfalls nachweispflichtig sind alle Beschäftigte (ab Jahrgang 1971) in folgenden medizinischen Einrichtungen:

  1. Krankenhäuser,
  2. Einrichtungen für ambulantes Operieren,
  3. Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt,
  4. Dialyseeinrichtungen,
  5. Tageskliniken,
  6. 6. Entbindungseinrichtungen,
  7. Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit einer der in den Nummern 1 bis 6 genannten Einrichtungen vergleichbar sind,
  8. Arztpraxen, Zahnarztpraxen,
  9. Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe, Diätassistent/-in, Ergotherapeut/-in, Hebamme und Entbindungspfleger, Logopäde/-in, Masseur/-in und medizinische/r Bademeister/-in, Orthoptist/-in, Physiotherapeut/-in, Podologe/-in und Angehörige von sonstigen Heilberufen, wie z. B. Heilpraktiker/-innen, Osteopathen/-innen und Sprachtherapeuten/-innen.
  10. Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden,
  11. ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen, und
  12. Rettungsdienste.

Wie erfolgt der Nachweis?

Der Nachweis ist gegenüber der Leitung der Einrichtung zu erbringen.

Ein ausreichender Impfschutz gegen Masern besteht, wenn ab der Vollendung des ersten Lebensjahres mindestens eine Schutzimpfung und ab der Vollendung des zweiten Lebensjahres mindestens zwei Schutzimpfungen gegen Masern bei der betroffenen Person durchgeführt wurden.

In der Regel kann der Impfnachweis durch Vorlage der Impfdokumente/des Impfpasses erbracht werden. Möglich ist auch, dass Ihr Arzt/Ärztin oder Kinderarzt/-ärztin anhand eines Antikörpernachweises die Immunität gegen Masern bestätigt. Bitte beachten Sie, dass diese ärztlichen Bescheinigungen kostenpflichtig sind.

Die Impfung bei Ihrem Arzt/Ärztin ist in der Regel für gesetzlich Krankenversicherte kostenfrei!

Informationen für Leitungen von Gemeinschaftseinrichtungen / medizinischen Einrichtungen

Als Leitung von Gemeinschaftseinrichtungen / medizinischen Einrichtungen, insbesondere von

Gemeinschaftseinrichtungen wie:

  1. Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten
  2. Erlaubnispflichtigen Kindertagespflegen (nach § 43 Abs. 1 des achten Sozialgesetzbuches)
  3. Schulen und sonstige Ausbildungseinrichtungen
  4. Heimen
  5. Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber, Spätaussiedler und Flüchtlinge

und medizinischen Einrichtungen wie:

  1. Krankenhäuser,
  2. Einrichtungen für ambulantes Operieren,
  3. Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt,
  4. Dialyseeinrichtungen,
  5. Tageskliniken,
  6. Entbindungseinrichtungen,
  7. Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit einer der in den Nummern 1 bis 6 genannten Einrichtungen vergleichbar sind,
  8. Arztpraxen, Zahnarztpraxen,
  9. Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe, (Bundesrechtlich geregelte humanmedizinische Heilberufe sind Diätassistentin und Diätassistent, Ergotherapeutin und Ergotherapeut, Hebamme und Entbindungspfleger, Logopädin und Logopäde, Masseurin und medizinische Bademeisterin und Masseur und medizinischer Bademeister, Orthoptistin und Orthoptist, Physiotherapeutin und Physiotherapeut und Podologin und Podologe. Ebenfalls unter die Regelung fallen sonstige Heilberufe wie Heilpraktiker, Osteopathen und Sprachtherapeuten, die Praxen betreiben.)
  10. Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden,
  11. ambulante Pflegediensten, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen, und
  12. Rettungsdiensten

dürfen Sie in Ihrer Einrichtung keine Personen betreuen oder beschäftigen, die zum Nachweis der Immunität oder des ausreichenden Impfschutzes gegen Masern verpflichtet sind und diesen Nachweis Ihnen gegenüber nicht erbringen. Ist eine Person am 01.03.2020 schon bei Ihnen beschäftigt oder wird betreut und erbringt den Nachweis nicht bis zum 31.07.2022, sind Sie verpflichtet, diese dem Gesundheitsamt mit entsprechenden Daten zu melden.

Bezüglich der Meldewege planen wir, dies auf elektronischem Weg zu ermöglichen.

Ist eine Person vor 1971 geboren ist diese nicht zum Nachweis verpflichtet, da diese Person dann als immun nach durchgemachter Masernerkrankung gilt.

Gibt es Ausnahmen?

Wer wegen wichtigen medizinischen Gründen (Kontraindikation) nicht geimpft werden kann, ist von der Impfpflicht ausgenommen. Dies ist durch eine ärztliche Bescheinigung nachzuweisen, aus der hervorgehen sollte, für welchen Zeitraum diese Kontraindikation besteht.

Dem Gesundheitsamt sind diese Ausnahmen zu melden.

Tuberkulose-Fürsorge

Tuberkulose ist weltweit eine der bedeutendsten Infektionskrankheiten. Glücklicherweise ist die Gefahr einer Ansteckung in Deutschland, wie in den meisten westlichen Industriestaaten, eher gering. In der Bundesrepublik erkranken von 100.000 Personen jährlich weniger als 20 an einer Tuberkulose. Der internationale Reiseverkehr und die weltweit zunehmenden Flüchtlingsströme spielen eine bedeutende Rolle bei der grenzüberschreitenden Verbreitung der Tuberkulose.

Der Tuberkuloseerreger wird durch sogenannte Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten, Lachen oder Niesen übertragen. Die Behandlung erfolgt durch spezielle Medikamente und ist weltweit standardisiert. Häufig nimmt die Tuberkulose einen schleichenden Verlauf mit wenig Beschwerden und ist daher besonders tückisch. Wird die Behandlung zu kurz oder inkonsequent durchgeführt, droht die gefürchtete Resistenzentwicklung der Bakterien, das bedeutet, die eingesetzten Medikamente werden unwirksam.

Aufgabenschwerpunkte der Tuberkulosebekämpfung beim Gesundheitsamt

  • Information von neuerkrankten Personen und deren Familien über die Erkrankung sowie die Art und Dauer der Behandlung, Beratung und Unterstützung bei sozialmedizinischen Fragen und Problemen 
  • Veranlassung notwendiger Umgebungsuntersuchungen zum Ausschluss weiterer Tuberkuloseerkrankungen oder sogenannter "stummer" Bakterienausscheider in der Umgebung eines Patienten mit Tuberkulose 
  • Untersuchung von Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko für eine Tuberkuloseinfektion haben, wie beispielsweise Menschen ohne festen Wohnsitz oder Zuwanderer (Flüchtlinge, Asylbewerber) 
  • Erfassung und statistische Aufarbeitung der regionalen Erkrankungsfälle, diese Daten werden nach dem Infektionsschutzgesetz in ein bundes- und europaweites Meldenetz zur Überwachung des Infektionsgeschehens eingespeist.